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IndienMassive Proteste nach Gründung von neuem Teilstaat

Die Unruhen wegen der Gründung eines weiteren Unionsstaates in Indien gehen weiter. Fast 400 Studenten blockieren eine Autobahn, Läden, Unternehmen und Schulen in mehreren Grossstädten.

Von neuer Gewalt wurde am Sonntag zunächst nichts bekannt. Mehrere hundert Menschen, darunter viele Studenten, traten in den Hungerstreik, um gegen die Auflösung des Unionsstaates Andhra Pradesh zu protestieren.

Die massiven Proteste hatten am Freitag begonnen, als eine aufgebrachte Menschenmenge durch Hyderabad zog, die Hauptstadt von Andhra Pradesh. Sie warfen Steine auf Autos und setzten einen Bus in Brand. Aus Protest gegen die Entscheidung der Regierung erklärten mehr als 130 Abgeordnete des Parlaments ihren Austritt aus der Kongresspartei.

Die Regierung in Neu-Delhi hatte am Mittwoch beschlossen, die im Norden von Andhra Pradesh gelegene Region Telangana zum 29. Unionsstaat zu machen. Sie beugte sich damit unter anderem den Forderungen des Politikers K. Chandrasekhara Rao, der für die Aufwertung von Telangana in den Hungerstreik getreten war.

Der Chefminister von Andhra Pradesh, K. Rosaiah, sagte unter dem Eindruck der Proteste, die Entscheidung zur Gründung des neuen Unionsstaates werde nur dann umgesetzt, wenn es einen breiten Konsens dafür gebe.

(dapd)

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