Birken sind schuld: Massive Zunahme des Pollen-Asthmas
Aktualisiert

Birken sind schuldMassive Zunahme des Pollen-Asthmas

Weil die Pollenbelastung heuer besonders hoch ist, leiden aussergewöhnlich viele Menschen an starkem Husten und Atemnot. Immer mehr Betroffene landen als Notfall im Spital.

von
pat
Pollenallergiker leiden dieses Jahr besonders stark.

Pollenallergiker leiden dieses Jahr besonders stark.

Das Pollen-Asthma hat massiv zugenommen, melden Schweizer Allergologen gegenüber der SRF-«Tagesschau». Das bestätigt auch die Lungenliga. Es gebe eine starke Zunahme von Asthmaschüben in der ganzen Schweiz. Der Heuschnupfen verschlimmert sich bei Pollenallergikern zum Heuhusten.

Ins Universitätsspital Zürich kommen derzeit viel mehr Patienten als sonst mit starkem Husten und Atemnot. So gibt es auch immer mehr Notfälle. Das Pollenproblem sei aussergewöhnlich akut, sagt der Allergiespezialist Peter Schmid-Grendelmeier, Leiter der Allergiestation am Universitätsspital Zürich. Sehr viele Leute, die sonst nur Heuschnupfen hätten, würden heuer unter Husten und Atemnot leiden. Das sei ein Hinweis auf das Pollen-Asthma, so Schmid-Grendelmeier. Das sei in diesem Jahr extrem ausgeprägt.

Übeltäter sind Birken

Schuld daran sind die Birkenpollen. Der langjährige Mittelwert wurde gemäss SRF zwischen dem 27. März und dem 6. April massiv überschritten. Die Belastung ist permanent stark.

Auch das Kantonsspital St. Gallen bestätigt: «Dieses Jahr sehen wir eine Verdoppelung der Patienten, die wegen den Pollen an Asthma leiden. Die Patienten kommen notfallmässig und müssen Kortison-Tabletten nehmen, was sonst selten ist», sagt Mark David Anliker, Leiter Allergologie am Kantonsspital St. Gallen. Es seien auch Leute dabei, die jahrelang Ruhe hatten und dieses Jahr plötzlich wieder zum Arzt müssen.

Die Birkensaison dauert noch bis im Mai.

Deine Meinung