Aktualisiert 17.03.2009 10:09

Enttäuschende Forschungsergebnisse

Massiver Stellenabbau bei Cytos

Nach enttäuschenden Forschungsergebnissen für einen Blutdruckimpfstoff streicht die Biotechnologiefirma Cytos bis zu 57 ihrer 135 Vollzeitstellen. Damit will Cytos die Finanzierung der Forschung und Entwicklung bis 2012 sicherstellen.

Sudienresultate hätten ergeben, dass der Impfstoff CYT006-AngQb nicht die erhoffte Wirkung zeige, begründete Cytos am Dienstag die Massnahmen. Nun analysiert das Unternehmen die Gründe für die negativen Resultate und stoppt vorerst alle weiteren Arbeiten im Zusammenhang mit der Entwicklung des Blutdruckimpfstoffs.

Stellenabbau

Mit dem Stellenabbau will Cytos seinen Bruttomittelverbrauch (Burn Rate) von rund 36 Mio. Fr. im 2009 auf rund 25 Mio. Fr. im kommenden Jahr senken. Cytos will sich künftig nur auf die aussichtsreichsten Forschungs- und Enwicklungsprojekte konzentrieren.

Cytos hatte für den Bluthochdruck-Impfstoff eine Partnerschaft mit einem grossen Pharmakonzern angestrebt und auf Meilenstein- Zahlungen über Hunderte von Mio. Fr. gehofft. In dem auf jährlich rund 40 Mrd. Dollar geschätzten Marktsegment tummeln sich Milliarden-Medikamente wie Diovan von Novartis , Norvasc von Pfizer oder Cozaar von Merck.

Bei einem Impfstoff gegen Nikotinsucht war der Firma eine solche Partnerschaft gelungen. Die Rechte für diesen NIC002 genannten Antiraucher-Impfstoff hatte Cytos 2007 für Voraus- und erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen von bis zu 600 Mio. Fr. an den Basler Pharmariesen Novartis abgegeben.

Aktien auf Talfahrt

Die Cytos-Aktien mussten am Dienstagvormittag in einem leicht schwächeren Gesamtmarkt massive Verluste hinnehmen. Die Titel geben bis um 10.45 Uhr bei hohen Volumen 33,5 Prozent auf 15.00 Fr. ab und markieren damit ein neues Mehrjahrestief. Im April 2007 zahlten die Anleger noch Höchstkurse von bis zu 175.00 Franken.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.