«Wir trainieren Streetfight»: Massnahmen-Kritiker radikalisieren sich – Gewaltbereitschaft steigt
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«Wir trainieren Streetfight»Massnahmen-Kritiker radikalisieren sich – Gewaltbereitschaft steigt

Unter den Kritikern der Corona-Massnahmen steigt die Bereitschaft zu Gewalt – teils wird offen zu Anschlägen aufgerufen. Inzwischen hat sich der Nachrichtendienst des Bundes eingeschaltet.

von
Claudia Steiger
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Immer wieder sieht sich die Polizei Personen gegenüber, die sich nicht an Corona-Massnahmen halten und gewalttätig werden. (Symbolbild)

Immer wieder sieht sich die Polizei Personen gegenüber, die sich nicht an Corona-Massnahmen halten und gewalttätig werden. (Symbolbild)

20min/News-Scout
Ein Teil der Massnahmen-Kritiker radikalisiert sich. (Symbolbild)

Ein Teil der Massnahmen-Kritiker radikalisiert sich. (Symbolbild)

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Die Kritiker rufen teils offen zu Anschlägen auf. (Symbolbild)

Die Kritiker rufen teils offen zu Anschlägen auf. (Symbolbild)

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Darum gehts

  • Ein Teil der Massnahmen-Kritiker radikalisiert sich.

  • In Telegram-Chats wird teils offen zu Anschlägen aufgerufen.

  • Der Bund ist besorgt – auch der Nachrichtendienst des Bundes hat sich eingeschaltet.

Gewalttaten werden geplant und Übergriffe häufen sich: Ein Teil der Massnahmen-Kritiker in der Schweiz radikalisiert sich. Dem «SonntagsBlick» liegen Chats aus Gruppen auf dem Messengerdienst Telegram vor, in denen teils offen zu Anschlägen aufgerufen wird. «Die Medienhäuser müssen brennen, ebenso Pharmakonzerne und 5G-Masten. Zeit für Taten!», schreibt ein User.

In der Telegram-Gruppe «Der Sturm» haben sich laut Bericht 170 radikale Massnahmen-Kritiker versammelt. Sie tauschen Verschwörungstheorien aus und hetzen gegen Virologen, Journalisten, Politiker. Ein User ruft zur Bildung kleiner Gruppen im Untergrund auf – ein anderer zum Sturm auf das Bundeshaus. «Wenn wir eine grosse Gruppe sind, können wir stürmen.»

Ein Rechtsextremer aus dem Raum Zürich hat eine «Corona-Interventionsgruppe» aufgebaut, die sich jeden Samstag zur Vorbereitung trifft. «Wir trainieren Streetfight», schreibt er. Laut Bericht ist der Bund besorgt – inzwischen habe sich auch der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) eingeschaltet.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Online- und Einzelchatberatung für Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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