Amriswil – Massnahmenkritiker drohen Thurgauer Gemeinde wegen Umsetzung von 3G-Regel
Publiziert

AmriswilMassnahmenkritiker drohen Thurgauer Gemeinde wegen Umsetzung von 3G-Regel

Die Stadtverwaltung Amriswil wird aktuell von Massnahmenkritikern mit Mails und Telefonanrufen bombardiert. Um die 80 Mails und 40 Anrufe habe die Gemeinde bisher erhalten. Darunter persönliche Angriffe, Beleidigungen und Drohungen. Das, weil die Gemeinde das lokale Winterhighlight, das Amriswil on Ice, mit der 3G-Pflicht durchführen wird.

Der Massnahmenkritiker Robin Spiri hat in mehreren Posts zu einer Beschwerde-Aktion aufgerufen. «Man kann ja auch ein Ausseneisfeld machen, ohne dass 500 Leute Platz haben müssen. Es geht darum, dass die Stadt öffentliche Gelder spricht und mögliche Defizite übernimmt. Das sind Steuergelder und meines Erachtens geht so etwas nicht,» teilt er auf Anfrage von 20 Minuten mit.

Fakt sei laut dem Stadtpräsidenten, dass die Stadt finanziell beteiligt ist. Man könnte einfach ein Eisfeld ohne Bars und Restaurants hinstellen. Das sei aber nicht im Interesse des Organisationskomitees und der Stadt. Die Co-Präsidenten von Amriswil on Ice erläutern: «Wir mussten uns entscheiden: Entweder Zertifikatspflicht oder den Anlass abzusagen. Da das Eisfeld direkt mit einer Bühne und Gastronomiebetrieben verbunden ist, ist eine andere Lösung aus logistischen und betrieblichen Gründen nicht umsetzbar.»

Die Stadt sei durch die Störaktion wenig beeindruckt. Stadtpräsident Gabriel Macedo erklärt, dass die Arbeit der Verwaltung in keiner Hinsicht eingeschränkt wurde. Es seien zum Teil dieselben Personen, die mehrmals Mails verschickten oder angerufen hätten. Es habe auch sachliche Beschwerden gegeben, diese seien aber eher in der Unterzahl. Das Amriswil on Ice werde wie geplant stattfinden.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(Team Video News)

Deine Meinung

0 Kommentare