Uni Genf: Masturbierender Mann verängstigt Studentinnen
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Uni GenfMasturbierender Mann verängstigt Studentinnen

Ein Mann befriedigt sich in der Bibliothek der Uni Genf, die jungen Studentinnen sind in Panik. Jetzt ermittelt die Polizei undercover.

von
lfe
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In der Bibliothek der Uni Genf versetzt seit August 2019 ein Triebtäter die Studentinnen in Angst und Schrecken.

In der Bibliothek der Uni Genf versetzt seit August 2019 ein Triebtäter die Studentinnen in Angst und Schrecken.

Facebook/Université de Genève
Eine Studentin erzählt 20 Minutes, dass sie dem Triebtäter insgesamt viermal begegnet sei.

Eine Studentin erzählt 20 Minutes, dass sie dem Triebtäter insgesamt viermal begegnet sei.

Facebook/Université de Genève
«Er versteckt sich gut, die Frauen wissen gar nicht, dass er sie beobachtet», sagt eine junge Frau. Das Personal der Bibliothek ist über die Situation informiert.

«Er versteckt sich gut, die Frauen wissen gar nicht, dass er sie beobachtet», sagt eine junge Frau. Das Personal der Bibliothek ist über die Situation informiert.

Facebook/Université de Genève

Der Mann blieb rund 20 Minuten vor Eva stehen. Dann zog er den Reissverschluss seiner Hose wieder hoch und lief weg. «Erst dann wurde mir klar, was er getan hatte», sagt die Studentin zu 20 Minutes. Der erste Vorfall sei Anfang August in der Bibliothek der Uni Genf passiert. Eva, die aus Angst vor Repressalien einen fiktiven Namen angibt, hat das Pech, dass sie dem masturbierenden Mann inzwischen viermal begegnet ist.

«Er versteckt sich gut, die Frauen wissen gar nicht, dass er sie beobachtet. Das macht das Ganze sehr beängstigend», sagt die junge Frau. Sie musste dreimal eine Beschreibung des Triebtäters abgeben. «Er ist ungefähr 35 Jahre alt und immer gleich gekleidet.»

Kaum ist die Polizei da, ist der Typ weg

Bei der ersten Begegnung sei sie vor Angst paralysiert gewesen. Schon am nächsten Tag tauchte der Mann wieder auf. Eine Freundin ermutigte Eva, ihn anzuzeigen. Ein Securitas-Mitarbeiter habe ihr dann erzählt, dass es nicht das erste Mal sei, dass «ein komischer Typ» in die Uni-Bibliothek geschlichen ist. Aber angesichts der riesigen Fläche des Gebäudes sei es für ihn unmöglich, den Mann zu fassen, sagte der Sicherheitsbeamte zu Eva.

Die Uni-Behörden bestätigten gegenüber 20 Minutes, von der Situation zu wissen. Man arbeite mit der Polizei zusammen. Die Sicherheit auf dem Gelände sei verstärkt worden, indem ein Beamter verdeckt in der Bibliothek ermittle, erklärte Polizeisprecherin Aurélie Kuntschen.

Seit die Polizei präsent ist, sei der Mann nicht zurückgekehrt, sagt Eva. Sie ist enttäuscht, dass er nicht gefasst werden konnte. «Ich habe ihn vergeblich angezeigt und beschrieben.» Dennoch hoffe sie, dass der Unbekannte zum Semesterbeginn nicht zurückkommt. «Aber ich mache mir nicht zu viel Hoffnung, da ihn bis jetzt niemand aufhalten konnte.»

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