Erste Stellungnahme: «Zu geringer Wert» – Mountainbike-Star Flückiger wehrt sich gegen Dopingtest

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Erste Stellungnahme«Zu geringer Wert» – Mountainbike-Star Flückiger wehrt sich gegen Dopingtest

Im August blieb Mathias Flückiger in einer Dopingprobe hängen. Nun äussert sich der Mountainbiker erstmals und erhebt selber schwere Vorwürfe.

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Mathias Flückiger ist wegen eines positiven Dopingtests gesperrt. 

Mathias Flückiger ist wegen eines positiven Dopingtests gesperrt. 

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Nun beteuert der Berner seine Unschuld.

Nun beteuert der Berner seine Unschuld.

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Der Wert der verbotenen Substanz habe den Grenzwert deutlich unterschritten.

Der Wert der verbotenen Substanz habe den Grenzwert deutlich unterschritten.

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Darum gehts

Zum ersten Mal seit Bekanntwerden seiner positiven Dopingprobe Mitte August meldet sich Mountainbike-Star Mathias Flückiger zu Wort. Der Olympiazweite von 2021 beteuert in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung seine Unschuld. Der Berner erklärt darin, dass der in seinem Urin gemessenen Wert der verbotenen Substanz Zeranol in seinem Urin nur 0,3 Nanogramm pro Milliliter betragen haben soll. Dieser liegt damit deutlich unter dem Grenzwert von 5 ng/ml.

Laut Communiqué hätte Flückigers Fall deshalb nie an die Öffentlichkeit gebracht werden dürfen. Denn laut dem neuen Wada-Protokoll, das seit 1. Januar 2021 gilt, darf eine positive Probe nur als Dopingfall gemeldet werden, wenn der jeweilige Grenzwert überschritten wird.

«Keinerlei leistungsfördernde Wirkung»

«Die bei Mathias Flückiger scheinbar in der A-Probe gefundene Menge ist so gering, dass seine A-Probe nur als atypisches Resultat hätte gewertet werden dürfen, nicht jedoch als positives Resultat», heisst es in der Mitteilung.

Der Mountainbiker habe seines Wissens nach nie eine verbotene Substanz zu sich genommen. «Offenbar wurden jedoch vom Wada akkreditierten Labor in Lausanne minimste Mengen von Zeranol in der A-Probe vom 5. Juni 2022 gefunden», heisst es weiter. Das Labor habe in seinem Rapport darum darauf hingewiesen, dass dies auf die Konsumation von verunreinigtem Fleisch hindeuten könnte. Zumal Zeranol nicht als Dopingmittel bekannt sei und die gefundene Kleinstmenge ohnehin keinerlei leistungsfördernde Wirkung habe.

Kritik an Antidoping-Organisation

Weiter erhebt Flückiger schwere Vorwürfe gegen die Antidoping-Organisation «Swiss Sport Integrity». Diese sei der Handlungsanweisung der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada, mit der falsche Vorverurteilung verhindert werden sollten, nicht gefolgt. «Hiernach hätte die A-Probe von Mathias Flückiger nur als atypisches Resultat gewertet werden dürfen, nicht jedoch als positives Resultat.»

Flückiger prüfe momentan intensiv alle möglichen Erklärungen, wie es zu diesem atypischen Resultat hätte kommen können. Unter anderem habe er auch eine Haaranalyse in Auftrag gegeben. Zudem betont das Team des Berners, dass Flückiger wenige Tage vor und wenige Tage nach dem Test vom 5. Juni zwei negative Anti-Doping-Proben abgegeben hat.

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(law)

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