Fitness-Parcours: Maturandin sagt dem Winterspeck den Kampf an
Aktualisiert

Fitness-ParcoursMaturandin sagt dem Winterspeck den Kampf an

Die 19-jährige Isabelle Wyss hat einen Fitness-Parcours errichtet und will damit zeigen, dass man sich auch mit einfachen Mitteln fit halten kann.

von
Simon Ulrich

Kantischülerin Isabelle Wyss demonstriert Fitness-Übungen ihres Parcours.

Wer sich linienbewusst durch die Adventszeit bewegen will, dem bietet sich im Winznauer Wald nun eine neue Möglichkeit der Winterspeck-Prophylaxe: Die Kantischülerin Isabelle Wyss hat dort im Rahmen ihrer Maturaarbeit einen Fitness-Parcours errichtet. «Ich mache selbst sehr gerne Sport, aber einfach nur joggen fand ich auf die Dauer langweilig», sagt die 19-Jährige.

Der Parcours beinhaltet sechs Stationen, verteilt auf rund zweieinhalb Kilometer. «An jedem Posten gibt es eine Übung zu Balance, Kraft und Ausdauer», erklärte die Maturandin gegenüber dem «Oltner Tagblatt». Damit sich auch Fortgeschrittene nicht langweilen, hat sich die Lostorferin für jede Übung zusätzlich eine schwierigere Variante ausgedacht. Der Balanceakt auf dem Holzscheit erfolgt dann etwa ein- und anstatt zweibeinig, die Liegestütze ein- anstatt zweiarmig.

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Die Kantischülerin Isabelle Wyss hat im Rahmen ihrer Maturaarbeit einen Fitness-Parcours im Winznauer Wald errichtet. Der Parcours beinhaltet sechs Stationen, verteilt auf rund zweieinhalb Kilometer.

Die Kantischülerin Isabelle Wyss hat im Rahmen ihrer Maturaarbeit einen Fitness-Parcours im Winznauer Wald errichtet. Der Parcours beinhaltet sechs Stationen, verteilt auf rund zweieinhalb Kilometer.

SUL
«An jedem Posten gibt es eine Übung zu Balance, Kraft und Ausdauer», erklärt die Maturandin. Damit sich auch Fortgeschrittene nicht langweilen, hat sich die Lostorferin für jede Übung zusätzlich eine schwierigere Variante ausgedacht.

«An jedem Posten gibt es eine Übung zu Balance, Kraft und Ausdauer», erklärt die Maturandin. Damit sich auch Fortgeschrittene nicht langweilen, hat sich die Lostorferin für jede Übung zusätzlich eine schwierigere Variante ausgedacht.

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Mit Ausnahme der Beschriftungen auf den Postenschildern hat Wyss ausschliesslich mit Holz gearbeitet. Für die Übung Treppensteigen hat sie sich etwa einen bestehenden Baumstumpf zunutze gemacht.

Mit Ausnahme der Beschriftungen auf den Postenschildern hat Wyss ausschliesslich mit Holz gearbeitet. Für die Übung Treppensteigen hat sie sich etwa einen bestehenden Baumstumpf zunutze gemacht.

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Kampf gegen Dornen

Mit Ausnahme der Beschriftungen auf den Postenschildern hat Wyss ausschliesslich mit Holz gearbeitet. Für die Übung Treppensteigen hat sie sich etwa einen bestehenden Baumstumpf zunutze gemacht. Der Schülerin war es wichtig, mit Materialien zu arbeiten, die natürlicherweise im Wald vorkommen – der Umwelt wegen, aber nicht nur: «Für den Einsatz von Metall oder dergleichen hätte ich ein Baugesuch stellen müssen. Das hätte schlicht zu lange gedauert», so Wyss gegenüber 20 Minuten. Ihre Parcours-Pläne musste sie dennoch vom örtlichen Förster absegnen lassen.

Der Parcours sei eine Herkules-Arbeit gewesen, meint Wyss. «Den vorgesehenen Minimalaufwand von 60 Stunden habe ich jedenfalls locker übertroffen.» Nicht nur das Zusammenstellen der Übungen habe viel Zeit in Anspruch genommen, sondern auch das Installieren der Posten. «An einigen Stationen hatte es meterhohe Dornensträucher, die man erst wegjäten musste», erzählt sie. Glücklicherweise habe sie dabei auf die gütige Mithilfe dreier Kolleginnen zählen dürfen. Das Schneiden, Schleifen und Beschriften der 18 Postenschilder habe ebenfalls bis zu je zwei Stunden gedauert.

Ein Parcours für alle

Der Fitness-Parcours sei für alle gedacht – vom Kind bis zur Seniorin. «Ich will die Leute zu mehr Bewegung animieren», sagt Wyss. Zudem solle ihr Rundkurs aufzeigen, dass man sich auch mit einfachen Mitteln fit halten könne. «Ein Bänkli oder einen liegenden Baumstamm findet man schliesslich in jedem Wald.»

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