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Mauersegler frühzeitig zurück - Vorboten eines heissen Sommers?

Zwei Wochen früher als üblich sind die Mauersegler aus Afrika zurück in die Schweiz geflogen.

Ob die Zugvögel damit einen erneut heissen Sommer ankündigen, bleibt vorläufig ein Geheimnis.

Mauersegler richten ihren Hin- und Wegzug nach der Tageslänge, wie der Zürcher Vogelschutz (ZVS) am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt. Sie lassen sich nicht von Schönwetterlagen verleiten, auch wenn sie schlechtem Wetter - zum Beispiel im Tessin - grossräumig ausweichen.

Normalerweise kehren Mauersegler pünklich auf den ersten Mai hin in die Schweiz zurück. Dieses Jahr seien schon am 19. April die ersten Rückkehrer beobachtet worden. Ob sie damit ihre Lebensweise den wärmer werdenden Jahreszeiten anpassen, ist gemäss ZVS unklar.

Bekannt ist, dass die Mauersegler im Frühling 2003 sowohl zehn Tage früher ankamen als auch im Herbst vorzeitig gen Süden zogen. Wenn sie ihr Brutgeschäft abgeschlossen haben, hält sie nichts mehr in unseren Breitengraden, hiess es damals.

Anzutreffen sind die braun-schwarzen Vögel überall in Siedlungen von Dörfern und Städten. Genistet und Eier gelegt wird vorzugsweise unter Ziegeldächern. Umbauten und Abbrüche führen gemäss ZVS dazu, dass sie unter Wohnungsnot leiden. Sie würden aber künstliche Nisthilfen von Naturschützer annehmen.

Ansonsten spielt fast das ganze Leben der wendigen und schnellen Flieger in der Luft: Dort schlafen sie, ernähren und paaren sie sich. Zu Flugkünstlern macht die Mauersegler ihre sichelförmige windschnittige Form.

(sda)

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