Maulkörbe für Kampfhunde: Engpässe in den Geschäften
Aktualisiert

Maulkörbe für Kampfhunde: Engpässe in den Geschäften

Ansturm auf Hundemaulkörbe in den Tierfachmärkten: Nach der verhängten Massnahme für vier Hunderassen werden Lieferengpässe erwartet.

Allein in der Fressnapf-Filiale in Dietikon wurden gestern über 20-mal so viele Maulkörbe abgesetzt wie an einem normalen Tag. Die Läden wurden von der Zentrale angewiesen, sofort genügend Maulkörbe zu bestellen. Demzufolge wurden auch schweizweit Lieferanten bestürmt: «Unser Lager ist jetzt schon praktisch leer und die nächsten Lieferungen nach Zürich sind erst bis Ende nächster Woche möglich – es wird deshalb wohl zu Engpässen kommen», erklärt Thomas Seiler vom Heimtierbedarfhändler Delphin-Amazonia in Basel. Weil die vier betroffenen Hunderassen (Bullterrier, American Pitbull, American Staffordshire-Terrier und Staffordshire-Bullterrier) besonders breite und kurze Schnauzen haben, brauchen sie Spezialmaulkörbe, die aus dem Ausland importiert werden müssen. Zwischen 300 und 600 Hunde sind im Kanton Zürich von der Massnahme betroffen.

«Ich befürchte, dass sich nur die verantwortungsbewussten Hundehalter daran halten und die wirklich gefährlichen nicht», erklärt Fressnapf-Filialleiter Claudio Müller.

Wer sich dem Leinen- und Maulkorbzwang verweigert, muss mit einer Busse von bis zu 500 Franken rechnen. «Wir weisen die Leute schon jetzt darauf hin und büssen, sobald die Verordnung zum Hundegesetz angepasst ist», so Stadtpolizei-Sprecher Michael Wirz. Dies soll gemäss Regierungsrat Ruedi Jeker nächsten Mittwoch der Fall sein.

Sandra Hänni

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Zeugenaufruf erlassen.

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