Aktualisiert 01.03.2008 22:23

Maurers Blinddarmoperation gescheitert

Die SVP wird die beiden Bundesräte Samuel Schmid und Eveline Widmer-Schlumpf nicht aus der Partei werfen. Im Zentralvorstand der SVP sprach sich eine deutliche Mehrheit dafür aus, die Affäre möglichst rasch zu beenden.

Die Angst vor langwierigen juristischen Verfahren, die darauf fokussierten Medienberichte und die drohende Schwächung der Partei gaben den Ausschlag, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Der einzige, der den Ausschluss wirklich noch anstrebe, sei Ueli Maurer, bisheriger SVP-Parteichef. Er, der die Bundesräte mit Blinddärmen verglichen hatte, wollte das Thema von den Delegierten diskutieren lassen. Die neue Führungsriege, bestehend aus dem neuen Präsidenten Toni Brunner und fünf Vizepräsidenten, unterband dies und bereitete Maurer zum Abschluss seiner Karriere eine Niederlage.

Das ändere nichts daran, dass die SVP diese beiden Bundesräte nicht als «eigene» Regierungsmitglieder anerkenne, hielt der abgetretene Maurer fest. Der Ausschluss der Bundesräte aus der Bundeshausfraktion wurde für die laufende Legislatur mit grossem Mehr beschlossen - trotz Einwänden von SVP-Delegierten aus Bern und Graubünden.

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