Mauresmo gewinnt in Wimbledon
Aktualisiert

Mauresmo gewinnt in Wimbledon

Jetzt ist Amélie Mauresmo definitiv eine ganz Grosse. Im Wimbledon-Final setzte sich die Französin 2:6, 6:3, 6:4 gegen Justine Henin-Hardenne durch und feierte damit nach dem Titel beim Australian Open ihren zweiten ganz grossen Erfolg.

Die Reprise des Melbourne-Finals, wo Henin-Hardenne zur allgemeinen Enttäuschung beim Stande von 1:6, 0:2 wegen Magenproblemen aufgegeben hatte, hielt nur phasenweise, was sie versprach. Bisher immer als nervenschwach in den entscheidenden Momenten verschrien, verdiente sich die kräftige Französin den Sieg aber durch offensives Spiel.

Mauresmo setzte ihre Gegnerin oft mit Serve-and-Volley unter Druck, rückte auch sonst in den wichtigen Momenten oft ans Netz vor und verwertete diese dann mit zunehmender Matchdauer auch immer besser.

Auch am Schluss zitterte die Hand der Wahlgenferin nicht. Sie schlug im letzten Game zwei Asse und sank nach 122 Minuten und einem Vorhandfehler der Belgierin auf die Knie. «Ich will nie mehr, dass jemand über meine Nerven spricht», sagte Mauresmo in ihrer Siegesansprache. Sie ist die erste französische Siegerin im Tennis-Mekka seit der legendären Suzanne Lenglen vor 81 Jahren.

Henin-Hardenne verpasste mit ihrer ersten Niederlage nach 17 Siegen und den Turniererfolgen in Roland Garros und Eastbourne die Vollendung des persönlichen Grand Slams. Die Belgierin beging ungewöhnlich viele Fehler, suchte nachher aber keine Ausreden: «Amélie war einfach besser und hat verdient gewonnen.»

Grand Slam Turnier in Wimbledon, Final

Amélie Mauresmo (Fr/1) s. Justine Henin- Hardenne (Be/3) 2:6, 6:3, 6:4.

(si)

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