Mauretanier stimmen neuer Verfassung zu
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Mauretanier stimmen neuer Verfassung zu

Bei der Volksabstimmung über die neue Verfassung in Mauretanien zeichnet sich eine breite Zustimmung ab. Offenbar wollen die Mauretanier eine erneute Diktatur verhindern.

Zwischen 80 und 90 Prozent hätten mit Ja gestimmt, gab das Innenministerium auf Basis vorläufiger Zahlen in der Nacht zum Montag bekannt.

Die Stimmbeteiligung lag demnach zwischen 65 und 73 Prozent. Rund eine Million Wahlberechtigte waren zu dem von der UNO überwachten Urnengang aufgerufen.

Nur noch zehn Jahre Amtszeit für Präsidenten

Mit der neuen Verfassung sollen die Regeln eines demokratischen Machtwechsels festgeschrieben werden. Jeder Präsident soll künftig bei der Vereidigung vor Gott schwören, dass er seine Amtszeit nicht eigenmächtig verlängern wird. Diese wird zudem auf eine Dauer von maximal zwei Mal fünf Jahren festgelegt.

Der frühere mauretanische Präsident Maaouiya Ould Taya war nach einem Putsch im Jahr 1984 an die Macht gelangt und hatte bis 2005 in dem nordwestafrikanischen Land geherrscht. Danach wurde er ebenfalls in einem Putsch aus dem Amt gejagt.

Die neue Militärregierung kündigte an, innerhalb von zwei Jahren demokratische Verhältnisse einzuführen. Das Referendum ist der erste wichtige Schritt dieses Demokratisierungsprozesses, an dessen Ende im März 2007 die Präsidentschaftswahl stehen soll. (sda)

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