Stadt Zürich: Mauro Tuenas Angreifer muss vor Gericht
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Stadt ZürichMauro Tuenas Angreifer muss vor Gericht

Der Stadtzürcher SVP-Präsident wurde im Juli 2015 auf dem Binz-Areal von einem jungen Mann geschubst und beschimpft. Dieser wurde jetzt angeklagt.

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Polizisten in Vollmontur umstellten das Binz-Areal am 17. Juli 2015, weil sich eine Hundertschaft eingefunden hatte, um eine Party zu feiern. (17. Juli 2015)

Polizisten in Vollmontur umstellten das Binz-Areal am 17. Juli 2015, weil sich eine Hundertschaft eingefunden hatte, um eine Party zu feiern. (17. Juli 2015)

Keystone/Siggi Bucher
Die Strassen rund um das Binz-Areal wurden von der Polizei gesperrt. Die Kosten dafür betrugen 225'000 Franken, wie man jetzt weiss. (17. Juli 2015)

Die Strassen rund um das Binz-Areal wurden von der Polizei gesperrt. Die Kosten dafür betrugen 225'000 Franken, wie man jetzt weiss. (17. Juli 2015)

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Es waren mehreren Kastenwagen vor Ort. Der Stadtrat hat nun beschlossen, dass Geld nicht bei den Besetzern einzutreiben. (17. Juli 2015)

Es waren mehreren Kastenwagen vor Ort. Der Stadtrat hat nun beschlossen, dass Geld nicht bei den Besetzern einzutreiben. (17. Juli 2015)

Keystone/Siggi Bucher

Während einer Openair-Party im Juli 2015 versammelten sich mehrere hundert Personen auf dem Zürcher Binz-Areal, um an die Besetzung zu erinnern, die 2013 beendet worden war. Neben der dreitägigen Feier auf dem Areal gab es aber auch weniger schöne Szenen.

So wurden Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) und SVP-Politiker Mauro Tuena von Besetzern attackiert, als sie sich ein Bild von der Veranstaltung machen wollten. Aufnahmen von «Tele Top» zeigten, wie Tuena von einem jungen Mann beschimpft und geschubst wird. Wie die «NZZ» berichtet, muss sich der Mann nun vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wird in den nächsten Tagen Anklage wegen Nötigung und Tätlichkeit gegen ihn erheben, wie Corinne Bouvard, Sprecherin der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft, gegenüber der Zeitung bestätigt.

Zudem werden ihm weitere Delikte wie etwa Sachbeschädigung oder Hausfriedensbruch vorgeworfen, die jedoch nichts mit dem Angriff auf Mauro Tuena zu tun haben. Welches Strafmass die Anklage fordern wird, ist noch nicht bekannt.

Tuena hofft auf eine Verurteilung

Für Tuena selbst ist es wichtig, dass der junge Mann zur Verantwortung gezogen wird für seine Taten: «Er verkehrt in der Hausbesetzer- und Chaotenszene und ist deswegen mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten», sagt Tuena auf Anfrage der «NZZ». Er hoffe, dass die Filmaufnahmen vom Vorfall anders als bei Leutenegger für eine Veurteilung ausreichen.

Der Angriff auf den FDP-Politiker und Stadtrat wurde ebenfalls gefilmt und ein ETH-Mitarbeiter wurde anschliessend dafür angeklagt. Das Gericht stellte bei der Verhandlung jedoch fest, dass es sich bei dem damaligen Angeklagten nicht um den Haupttäter handelte, der im Video auf Leutenegger losging.

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