Aktualisiert 14.06.2004 21:31

Mauschelei drückt auf den ABB-Kurs

Der Kurs der ABB-Aktien ist gestern unter Druck geraten, nachdem
der Technologiekonzern am Freitagabend über Unregelmässigkeiten in der Buchhaltung einer italienischen Tochterfirma informiert hatte.

Der Kurssturz hielt sich mit 4,8 Prozent allerdings in Grenzen. Viele Aktionäre vertrauen offenbar der Null-Toleranz-Politik von ABB-Chef Jürgen Dormann. Analysten der Bank Leu gehen aber davon aus, dass die Aktie von ABB weiterhin unter Druck bleibt.

Die interne Untersuchung brachte illegale Veränderungen der Finanzberichte und andere unlautere Praktiken ans Licht. Von Anfang 1998 bis zum ersten Quartal 2004 kam so ein Fehlbetrag von 70 Millionen Dollar zustande.

Der Konzern teilte gestern ausserdem mit, dass er in China einen 390-Millionen-Dollar-Auftrag an Land gezogen hat: ABB baut für das umstrittene Drei-Schluchten-Kraftwerk ein weiteres Stromübertragungssystem.

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