Aktualisiert 30.09.2015 15:38

Junges GenieMax (12) studiert jetzt an Uni in Frankreich

Der hochbegabte Maximilian Janisch (12) aus dem Kanton Luzern schnuppert in Frankreich Uni-Luft: An der Universität Perpignan wird er in Algebra unterrichtet.

von
lüs
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Maximilian Janisch (12) auf dem Campus der Universität Perpignan Via Domitia in Südfrankreich: Der hochbegabte Luzerner darf dort Vorlesungen in Algebra besuchen.

Maximilian Janisch (12) auf dem Campus der Universität Perpignan Via Domitia in Südfrankreich: Der hochbegabte Luzerner darf dort Vorlesungen in Algebra besuchen.

AFP/Eric Cabanis
Hier posiert er mit Fabrice Lorente, dem Präsidenten der Uni Perpignan.

Hier posiert er mit Fabrice Lorente, dem Präsidenten der Uni Perpignan.

AFP/Eric Cabanis
Max ist mit seinem Vater auf dem Unigelände unterwegs: Dieser hatte lange dafür gekämpft, dass sein Sohn eine Universität besuchen darf - in der Schweiz war dies Max verwehrt worden.

Max ist mit seinem Vater auf dem Unigelände unterwegs: Dieser hatte lange dafür gekämpft, dass sein Sohn eine Universität besuchen darf - in der Schweiz war dies Max verwehrt worden.

AFP/Eric Cabanis

Der Luzerner Maximilian Janisch machte bereits als 9-Jähriger Schlagzeilen als Mathe-Genie. Sein Vater versuchte vergeblich, eine Schweizer Hochschule zu finden, die seinen hochbegabten Sohn als Studenten aufnimmt – Universität und ETH Zürich wiesen ihn ab.

Die Mathe-Matur hat Max längst in der Tasche. In den anderen Fächern wird er im Kanton Luzern am Gymnasium unterrichtet, und an der Uni Zürich ist er zwar kein regulärer Student, wird aber in Mathematik gefördert. Derzeit hält Max sich jedoch in Frankreich auf: An der Universität Perpignan besucht er als Hörer Algebra-Vorlesungen – zusammen mit fast zehn Jahre älteren Kommilitonen.

Schon als Sechsjähriger befasste Max sich mit Mathe

Die Wahl auf Perpignan ist gefallen, weil Max' Familie in der Gegend ein Ferienhaus besitzt. Der Präsident der Uni, Fabrice Lorente, war gern bereit, das junge Genie aufzunehmen: «Er ist ein wirklich aussergewöhnlicher Junge. Für hochbegabte Kinder müssen wir die Universität neu erfinden», sagt Lorente zur Zeitung «Charente Libre».

Max hat schon im Alter von sechs Jahren begonnen, sich mit mathematischen Problemen zu befassen. Auch sprachlich ist er begabt: Sein Französisch ist fast perfekt, dem Unterricht in Perpignan kann er auch sprachlich problemlos folgen. Dennoch gibt er sich bescheiden: «Ich bin nicht sehr speziell, ich fühle mich wie ein 12-jähriger Junge», sagt er zu «Charente Libre». Und auch sein Vater Thomas Drisch, ein pensionierter Mathematik-Professor, sagt, in emotionaler Hinsicht sei sein Sohn noch ein Kind: «Ihm fehlt die Reife der Erfahrung.»

Max soll am MIT oder in Stanford studieren

Akademisch hat der Vater aber grosse Pläne für seinen Sohn: Max soll dereinst an einer Elite-Uni in den USA studieren, etwa am MIT in Boston oder an der Stanford University.

Die Mitstudenten in Perpignan begegnen ihrem jungen Kollegen mit Amüsement und Neugier: «Er ist wirklich noch sehr jung», sagt etwa der 21-jährige Julien. Auf dem Campus hält Max sich meist in Begleitung des Vaters auf. Für Max gibt es im Leben aber noch mehr als Mathematik: Zu seinen Hobbys gehören Badminton, Schwimmen und Theater.

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