Fairtrade: Max Havelaar zertifiziert neu auch Rohstoffe

Aktualisiert

FairtradeMax Havelaar zertifiziert neu auch Rohstoffe

Bisher galt das Fairtrade-Label nur für ganze Fertigprodukte. Neu sollen auch einzelne Rohstoffe zertifiziert werden können. Coop etwa will dann auf Fairtrade-Kakao umstellen.

In Zukunft sollen auch Rohstoffe wie etwa Kakao mit dem Label Max Havelaar zertifiziert werden.

In Zukunft sollen auch Rohstoffe wie etwa Kakao mit dem Label Max Havelaar zertifiziert werden.

Die Max Havelaar-Stiftung weitet die Produktepalette ihres Fairtrade-Labels aus. Dabei müssen nicht mehr nur Fertigprodukte den Kriterien für fairen Handel genügen. Neu können auch einzelne verwendete Rohstoffe wie Kakao, Zucker und Baumwolle zertifiziert werden.

Für die Bauern seien die neuen Programme die dringend benötigte Möglichkeit, einen grösseren Anteil der Ernte zu Fairtrade-Bedingungen verkaufen zu können, teilte die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) am Montag mit. Beim Kakao beispielsweise beträgt der Marktanteil von Fairtrade in der Schweiz lediglich 2,5 Prozent.

Unternehmen erhalten nun die Möglichkeit, sich auch auf der Ebene einzelner Rohstoffe für Fairtrade zu engagieren. Die ersten drei Partner in der Schweiz sind der Grossverteiler Coop, der Biskuithersteller Kambly sowie der Freizeitbekleidungshersteller Switcher.

So will Coop bis 2017 für alle Eigenmarkenprodukte ausschliesslich Fairtrade-zertifizierten Kakao beschaffen und die Markenhersteller motivieren, ebenfalls auf Fairtrade-Kakao umzustellen. Kambly verwendet bei neu lancierten Biskuit-Sorten ausschliesslich zertifizierten Kakao und Switcher will nach dem 2005 lancierten ersten T-Shirt mit Fairtrade-Baumwolle sein Engagement ausbauen.

Diese Unternehmen können ihre entsprechenden Produkte kennzeichnen. Das Programm-Label unterscheide sich visuell deutlich vom bekannten Label für Produkte, erklärte Max Havelaar. Die Produzenten-Standards für nachhaltigen Anbau und fairen Handel bleiben unverändert. (sda)

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