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Max Loong: Zwischen Barbie-Ken und Nuschel-König

Von sympathisch bis formlos: Der neue «MusicStar»-Moderator Max Loong polarisierte bei seinem ersten Auftritt am Sonntag. Andrea Jansen überzeugte derweil mit ihrer souveränen Art.

Nervös waren sie beide. Doch während Andrea Jansen – im Vergleich zu ihrer Vorgängerin Nina Havel war sie ein einziger Lichtblick – die Eröffnungsshow von «MusicStar» solide moderierte, hinterliess ihr Kollege Max Loong am Sonntag einen durchzogenen Eindruck. Er war zwar charmant und sympathisch, doch wer ihn von Viva her kennt, war enttäuscht über seine flache Moderationsvorstellung. Vielleicht lag es an seiner angeschlagenen Gesundheit, die er mit Kortison bekämpfte – vielleicht aber auch nicht. Fest steht: Loong polarisierte das Publikum.

Auch Experten sind sich uneinig über seine Leistung: «Max muss seine Form noch finden», meint Roger Kuster, stellvertretender Chefredaktor von «TV Star». Er habe seine Moderationen vernuschelt. «Daran muss er noch arbeiten», findet Kuster. Ebenfalls kritisch ist Werber Frank Baumann: «Er wollte wohl das Mikrofon neu erfinden, so sehr kreischte er da hinein.» Grundsätzlich finde er Loong aber einen «Sympathieträger».

Euphorisch ist dagegen «Weltwoche»-Fernsehkritiker Gion Mathias Cavelty. Er vergleicht Loong mit dem Ex der Barbie-Puppe: «Der Schweizer Ken ist geboren.» Und auch Loongs Ex-Viva-Kollegin Jubaira fand ihn «sehr charmant».

Louis Limacher

Die erste «MusicStar»-Show schauten sich 637000 Personen an, was einer Quote von 28 Prozent entspricht. Damit liegt die dritte Staffel hinter der zweiten von 2005 zurück. Auch bei den Usern von 20minuten.ch kam die Show nicht an: 74 Prozent gefiel sie nicht.

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