«Ladenreine» Besucher: Max und Hugo, die Migros-Büsi
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«Ladenreine» BesucherMax und Hugo, die Migros-Büsi

In der Migros-Filiale in Langendorf SO treiben sich seit Monaten zwei Katzen herum. Die beiden fühlen sich richtig wohl und sorgen hin und wieder für ein Polizeiaufgebot.

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vro
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In der Langendorfer Migros lassen es sich die Büsi gutgehen. Da liegt schon mal ein Nickerchen im Schaufenster drin.

In der Langendorfer Migros lassen es sich die Büsi gutgehen. Da liegt schon mal ein Nickerchen im Schaufenster drin.

Leser-Reporter
Das muss auch sein, immerhin werden Max und Hugo von den Kunden richtig verwöhnt. Manche von ihnen kaufen im Supermarkt für die beiden Katzen Futter, das sie ihnen dann im Restaurant hinstellen.

Das muss auch sein, immerhin werden Max und Hugo von den Kunden richtig verwöhnt. Manche von ihnen kaufen im Supermarkt für die beiden Katzen Futter, das sie ihnen dann im Restaurant hinstellen.

Leser-Reporter
Nur im Supermarkt dürfen sie sich nicht blicken lassen. Dann tut es eben auch das Schaufenster.

Nur im Supermarkt dürfen sie sich nicht blicken lassen. Dann tut es eben auch das Schaufenster.

Leser-Reporter

Der Migros-Supermarkt in Langendorf im Kanton Solothurn ist keine gewöhnliche Filiale: Der Laden hat zwei eigene Hauskatzen. Max und Hugo, wie die beiden genannt werden, treiben sich seit mindestens einem Jahr täglich in der Migros herum, vorwiegend im Restaurant. «Sie fühlen sich richtig wohl bei uns», sagt Martin Bobst, stellvertretender Supermarkt-Leiter.

Kein Wunder: Die beiden Büsi werden nach Strich und Faden verwöhnt. Bobst: «Es gibt Leute, die im Supermarkt Futter kaufen, das sie ihnen dann in einem Napf hinstellen.» Sie seien überhaupt nicht ängstlich und liessen sich gerne streicheln. Einen Rausschmiss müssen die rothaarigen Stammgäste nicht befürchten. «Sie bringen viel Freude und gehören schon fast zum Inventar.»

Polizei musste schon anrücken

Nur manchmal sorgen sie eben doch für ein wenig Aufregung. «Es gibt Tage, da lassen sie sich einschliessen. Da haben wir dann weniger Freude.» In der Regel verlassen die beiden Katzen am Abend den Laden wie alle anderen Kunden. Wenn die Mitarbeiter sie sehen, schicken sie sie raus. Es komme allerdings vor, dass die beiden irgendwo herumlungern und übersehen werden.

Das Problem: Der Supermarkt ist alarmgesichert. Streunen die zwei Büsi nachts herum, wird der Alarm ausgelöst. Im Dezember sei es mehrmals vorgekommen, dass die Polizei anrückte. «Wir schmunzeln trotzdem darüber», so Bobst.

Ein Nickerchen auf der Badematte

Max und Hugo sind offenbar aus der Nachbarschaft des Supermarkts zugelaufen. Und sie scheinen gut erzogen zu sein. «Sie sind sozusagen ‹ladenrein›. Es hat noch nie irgendwo schlecht gerochen», sagt Bobst. Um die Fleischtheke müssen sich die Migros-Angestellten auch keine Sorge machen. «Der Supermarkt ist für die Katzen tabu. Das wissen sie auch.»

Die Schlitzohren stehlen sich trotzdem hin und wieder ins Obergeschoss, wo sich der Laden befindet. «Sobald sie entdeckt werden, kehren sie aber wieder um», erklärt Bobst. Auch im Micasa wurden die Büsi schon gesichtet. Sie geben sich allerdings auch nicht besonders Mühe, unentdeckt zu bleiben. Leser-Reporterin Esther fand eines der Büsi gemütlich schlummernd auf einer Badematte in einem Schaufenster. Auch sie freut sich über die tierische Unterhaltung. «Man sieht sie immer wieder, manchmal sind sie im Café, manchmal im Schaufenster.»

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