Maxon Motor: Maxon Motor könnte Leben auf Mars ermöglichen

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Maxon MotorMaxon Motor könnte Leben auf Mars ermöglichen

Maxon Motor startet wieder durch. Dieses Mal mit Antrieben für den Rover Mars 2020, welcher für die NASA nach Leben auf dem Mars suchen soll.

von
Amina Jakupovic
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Auf der Suche nach Lebewesen, kurvt dieser Rover Mars 2020 bald schon auf dem roten Planeten herum.

Auf der Suche nach Lebewesen, kurvt dieser Rover Mars 2020 bald schon auf dem roten Planeten herum.

NASA
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Er ist so gross wie ein Smart, wiegt 800 Kilogramm und ist von Obwaldner Motoren angetrieben: der Rover Mars 2020. Im Gegensatz zum Kleinwagen Smart, der auf der Erde Lebewesen befördert, soll der Rover auf dem Planten Mars nach Lebewesen suchen. Vor etwa acht Jahren begann der Schweizer Antriebsspezialist Maxon Motor aus Sachseln deshalb mit der Herstellung von speziell für den Mars 2020 modifizierten bürstenlosen Flachmotoren. Dieser soll – wie der Name schon verrät – im Jahr 2020 für die US-Raumfahrtbehörde NASA Bodenproben auf dem Mars entnehmen. Wie sein Vorgänger Curiosity, wird er ebenfalls eine unbestimmte Zeit lang seine Runden auf dem roten Planeten drehen. Schon beim Vorgänger war Maxon Motor mit an Bord.

Mögliches Leben auf dem Mars

«Im Gegensatz zu Curiosity wird dieser Rover aber an verschiedenen Orten Proben aus dem Gestein sammeln und sie in Behältern versiegeln können», sagt Maxon Motor-CEO Eugen Elmiger. «Diese werden dann so auf dem Marsboden platziert, dass sie eine spätere Mission auf die Erde zurückbringen kann.» Das Gefährt wird den Planeten demnach auf Wasser und mögliche Lebewesen untersuchen können. Allein für die missionskritische Handhabung der Proben sind neun solcher Motoren zuständig.

«Dann können auch wir Menschen auf dem Mars überleben»

Zudem sei der Mars 2020 mit einem Instrument ausgestattet, welches testet, ob sich aus der Mars-Atmosphäre künstlich Sauerstoff herstellen lässt. «Wenn das zutrifft, würde das bedeuten, dass auch wir Menschen auf dem Mars überleben könnten», so Elmiger.

Ausserirdische Bedingungen

Damit das ganze Projekt gelingt, müssen die Antriebe des Obwaldner Unternehmens hohe Anforderungen erfüllen. Elmiger: «Die Antriebe sind speziell für diese Mission modifiziert, denn schliesslich müssen sie den Eintritt in die Marsatmosphäre überstehen.» Und nicht nur das: Nach der Landung müssen sie harten Bedingungen wie der Temperatur von -130 Grad Celsius oder Sandstürmen standhalten können.

Viel Herzblut bei Maxon Motor

25 Maxon-Arbeiter aus der Mechanik, Motoren- und Getriebetechnologie liessen ihr Wissen und ihre Erfahrungen in das Projekt einfliessen und «versuchten noch mehr an ihre Grenzen zu gehen, um das beste Ergebnis herauszuholen.» Es stecke viel Herzblut darin. Da seien alle Beteiligten natürlich stolz, wenn die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen sind und die Wissenschaft damit wichtige Erkenntnisse gewinnen kann. Oder man könnte auch sagen: ein grosser Schritt für die Menschheit getan wurde.

Doch der Rover ist nicht das einzige Marsprojekt, bei dem Maxon Motor mitarbeitet: Die Mission Insight Lander soll 2018 zum roten Planeten und dort seismische Aktivitäten messen. Auch die europäische Weltraumbehörde ESA schickt einen Rover zum Mars, bei dem mehr als 50 Antriebe aus Obwalden zum Einsatz kommen.

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