Klotzen statt Kleckern: Mazedonien gönnt sich einen Triumphbogen
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Klotzen statt KleckernMazedonien gönnt sich einen Triumphbogen

Die Kassen sind leer, aber das kümmert den mazedonischen Staatspräsidenten wenig. Feierlich enthüllte er am Dreikönigstag das neue, monumentale Wahrzeichen der Hautpstadt Skopje.

Die Porta Macedonia, das neue Wahrzeichen der mazedonischen Hauptstadt Skopje.

Die Porta Macedonia, das neue Wahrzeichen der mazedonischen Hauptstadt Skopje.

Grosser Prunk trotz leerer Kassen: Mit einem rund 5,3 Millionen Franken teuren Triumphbogen will Mazedonien an die eigene Unabhängigkeit erinnern. Das 21 Meter hohe klassizistische Bauwerk wurde am Freitag von Ministerpräsident Nikola Gruevski in der Hauptstadt Skopje enthüllt. Er sagte, die «Porta Macedonia» sei ein Zeichen des Triumphs für das vor 21 Jahren eigenständige gewordene Land. Das Denkmal geht einher mit einem überlebensgrossen Statue von Alexander dem Grossen auf dem Hauptplatz der Stadt.

Insgesamt gibt das Land rund 250 Millionen Franken aus für neue Denkmäler und Gebäude im klassizistischen Stil in Skopje. Die Opposition kritisiert, die Bauwerke seien Geldverschwendung. Mazedonien gilt als eines der ärmsten Länder Europas mit einer Arbeitslosenquote von 32 Prozent. (dapd)

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