Mazedonische Familie darf bleiben
Aktualisiert

Mazedonische Familie darf bleiben

Gute Nachricht für eine mazedonische Familie in Zürich: Sie darf bleiben und muss nicht dem ausgewiesenen Vater nach Mazedonien nachreisen, wie das kantonale Migrationsamt verfügt hatte.

Der Regierungsrat hat den Rekurs der Familie gutgeheissen. Den Entscheid habe sie am Montagmorgen erhalten, bestätigte Caterina Nägeli, Anwältin der Familie, eine Nachricht des Regionaljournals Zürich/Schaffhausen des Schweizer Radio DRS. Der Regierungsrat hat als verwaltungsinterne Rekursinstanz gegen das Migrationsamt entschieden. Sein Entscheid ist nicht anfechtbar.

Die Familie ist damit wieder im Besitz einer ein Jahr gültigen Aufenthaltsbewilligung B. Nun hofft sie laut Nägeli auf die Wiederaufnahme des Einbürgerungsverfahrens. Die seit 1991 im Kanton Zürich lebende Mutter und ihre beiden Söhne im Alter von 13 und 15 Jahren erfüllen die Voraussetzungen für eine Einbürgerung.

Härtefall oder Logik des Familiennachzugs?

Das Migrationsamt war im Oktober nicht auf ein Wiedererwägungsgesuch eingetreten, weil es den Fall nicht als Härtefall taxierte. Es blieb bei der bereits im Dezember 2000 verweigerten Aufenthaltsbewilligung, weil der wegen Drogendelikten verurteilte Familienvater die Schweiz hatte verlassen müssen.

Mutter und Söhne waren als Familiennachzug in die Schweiz gekommen - gemäss der Logik des Gesetzes müssten sie dem Vater nach Mazedonien folgen, begründete das Migrationsamt. Nach deren Negativ- Entscheid reichte die Familie beim Zürcher Regierungsrat Rekurs ein.

(sda)

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