Protest abgelehnt: Mazes Höschen ist regelkonform

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Protest abgelehntMazes Höschen ist regelkonform

Die FIS hat den von der Schweizer Teamleitung eingebrachten Protest gegen die lange, einteilige Unterbekleidung von Tina Maze abgelehnt. Die Slowenin behält damit ihren 2. Platz im Super-G von letztem Sonntag.

Tina Mazes Unterwäsche lässt offenbar genug Luft durch. (Bild: Reuters)

Tina Mazes Unterwäsche lässt offenbar genug Luft durch. (Bild: Reuters)

Die von der FIS in Auftrag gegebene Analyse des Kleidungsstücks in einem Spezial-Labor ergab, dass die Regeln bezüglich Luftdurchlässigkeit eingehalten wurden und somit Maze nicht disqualifiziert werden muss.

Allerdings hat die Analyse auch aufgezeigt, dass die verwendete Unterbekleidung eine Art von Membran enthält, die auch als eine Form von Plastik betrachtet werden könnte. Weil aber Plastikteile reglementarisch verboten sind, empfiehlt die FIS, dass solche Kleidungsstücke von den Fahrerinnen und Fahrern im Rennen nicht mehr getragen werden.

«Mit dieser Antwort bin ich nicht zufrieden, entweder ist etwas erlaubt oder dann verboten. Eine Empfehlung aber ist keine klare Antwort und für alle unbefriedigend», so Mauro Pini. Der Frauen-Cheftrainer fügte an, dass «eigentlich gar niemand mit dieser Empfehlung zufrieden sein kann, weder Tina (Maze - Red.) noch die anderen Fahrerinnen, die diese Unterbekleidung auch verwenden, und auch der Hersteller nicht».

Situation bleibt ungelöst

Der Berner Thomas Stauffer, der Cheftrainer der deutschen Frauen, pflichtet Pini bei: «Was soll wir jetzt den Fahrerinnen sagen? Und was passiert, wenn doch wieder jemand diese Unterbekleidung trägt und wieder ein Protest eingereicht wird?» Ihm sei nicht wichtig gewesen, als Gewinner oder halt jetzt als Verlierer des Protests dazustehen, vielmehr habe er Klarheit gewollt, so Pini. «Doch mit dieser Antwort seitens der FIS bleibt die Situation ungelöst.» Affaire à suivre also. (si)

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