Prozessbeginn in Lissabon: McCanns stehen ihrem Verleumder gegenüber

Aktualisiert

Prozessbeginn in LissabonMcCanns stehen ihrem Verleumder gegenüber

Vor einem Gericht in Lissabon begann der Prozess um ein Buch über das verschwundene britische Mädchen Madeleine McCann. Der Autor, ein ehemaliger Ermittler im Fall, beschuldigt darin die Eltern etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun zu haben.

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Kate und Gerry McCann erschienen am Dienstag – wie schon am 11. Dezember 2009 - vor einem Gericht in Lissabon, um einen Prozess um das Buch zu führen, in dem der ehemalige Ermittler Gonçalo Amaral seine Version der Geschichte erzählt: In «Maddie - Die Wahrheit über die Lüge» behauptet der pensionierte Detektiv, dass Maddie tot sei und ihre Eltern etwas mit dem Tod der Kleinen zu tun hätten. Vor einem Monat musste die Verhandlung allerdings vertagt werden: Der Angeklagte Amaral war aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Prozessauftakt erschienen.

Die Eltern des Mädchens wollen nun ein endgültiges Verbot des Buches. Sie verlangen ausserdem 1,2 Millionen Euro Schadenersatz - sie werten Amarals Anschuldigungen als persönliche Verleumdung. Der am Dienstag begonnene Prozess dürfte mehrere Tage dauern, ein Urteil wird gegen Ende des Monats erwartet.

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