Aktualisiert 22.06.2011 17:48

«The Lincoln Lawyer – Der Mandant»

McConaughey als Anwalt so gut wie nie zuvor

Spannungsgeladener, exzellent gespielter und cool inszenierter Justizthriller mit überraschenden Wendungen.

Mickey Haller (Matthew McConaughey) ist Anwalt in Los Angeles, der seine Geschäfte vom Rücksitz seines Lincolns aus organisiert. Den Grossteil seiner Karriere hat er damit verbracht, Kleinkriminelle zu verteidigen. Doch eines Tages stösst er auf den Fall seines Lebens: die Verteidigung von Louis Roulet (Ryan Phillippe), einem wohlhabenden Playboy aus Beverly Hills, der beschuldigt wird, eine Frau ermordet zu haben. Der Fall wird zu einem tödlichen Spiel um Leben und Tod. Haller verstrickt sich in ein ungeahntes Netz aus Lügen und Verschwörungen.

Hier eine Rückblende, dort ein Kleindelikt oder eine Stippvisite bei der Ex: Mickey Haller ist stets auf Achse. Frei nach dem Motto «Wer rastet, rostet» hangelt er sich von einem Fall zum nächsten, schreckt auch mal vor der einen oder anderen krummen Tour nicht zurück. Hauptsache, seine Mandanten kommen frei. Diesen aalglatten Advokaten spielt Matthew McConaughey exzellent. Überhaupt macht es riesig viel Spass, ihn nach mehreren lauen Sommerkomödien wieder in einer charakterstarken Rolle zu erleben. «The LincolnLawyer» wurde dem ewigen Beachboy auf den Leib geschrieben. Er sonnt sich im ständigen Rampenlicht, trägt diesen Thriller auf seinen breiten Schultern, sodass die Zeit wie im Flug vergeht. Insbesondere für jene Filmfans, die nicht schon wieder einen 08/15-Justizkrimi sehen wollen, wird hier manch Neues geboten. Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellerromans von Michael Connelly ist von Anfang bis Schluss gelungen. Schön, dass auch die Nebenrollen mit Ryan Phillippe, Marisa Tomei und William H. Macy stark besetzt sind.

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