McDonald's umwirbt an der Olma Bauern und Kunden
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McDonald's umwirbt an der Olma Bauern und Kunden

McDonald's sucht an der Olma das Gespräch mit Produzenten und Konsumenten. Der Ostschweizer Bauer Guido Hollenstein verkauft seine Schlachtkühe jetzt schon an die Fastfood-Kette.

Gestern in Rossrüti: Kuh Soraya kommt aus dem Stall und geht direkt auf den Big Mac zu, den Bauer Guido Hollenstein in der Hand hält. Sie schnuppert skeptisch daran.

Hollenstein verkauft seine ausgedienten Milchkühe an McDonald's. Doch nicht jede Kuh taugt zum Big Mac: «Sie muss fleischig sein und etwas am Leib haben», sagt Hollenstein. Und: «Die schwarz-weissen Kühe sind weniger geeignet als die braunen», so Hollenstein. «Es ist wichtig für uns Bauern, dass die Fastfood-Ketten in den Schweizer Fleischmarkt eingestiegen sind», sagt der Bauer. Damit lasse sich ein guter Preis für eine Schlachtkuh halten, so der Bauer. Denn McDonald's bezahlt einen Zuschlag, wenn der Marktpreis zu tief fällt.

«Für Schweizer Produkte sind wir bereit, mehr zu zahlen», sagt McDonald's-Sprecherin Nicole Schöwel. Klar, dass man darüber nicht schweigt: Erstmals ist McDonald's dieses Jahr an der Olma vertreten. «Wir wollen zeigen, dass wir zu 75 Prozent Schweizer Produkte verarbeiten», so Schöwel.

Andrea Huser

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