McLaren dominieren am Fuss des Vulkans
Aktualisiert

McLaren dominieren am Fuss des Vulkans

Im Grand Prix von Japan ist nur die Strecke neu. An der Hierarchie hat sich in der Formel 1 erwartungsgemäss nichts geändert. Ferrari und McLaren-Mercedes gaben auch am ersten Trainingstag in Fuji den Ton an.

Kimi Räikkönen, der am Sonntag unbedingt einen Sieg braucht, wenn er seine Titelchance aufrecht erhalten will, war im Ferrari am Morgen vor seinem Teamkollegen Felipe Massa der Schnellste, nach der Mittagspause waren Lewis Hamilton und Fernando Alonso in den McLaren-Mercedes eine Klasse für sich.

Zumindest mit Blick auf die gefahrenen Rundenzeiten ist für BMW-Sauber das drittletzte Rennwochenende der Saison nicht optimal angelaufen. Robert Kubica war in der ersten Session zwar Sechster, kam in der zweiten aber nicht über Platz 10 hinaus. Nick Heidfeld musste sich gar mit den ungewohnten Rängen 13 und 15 begnügen.

Im ersten Training war Nico Rosberg den Fahrern der beiden Topteams am nächsten gekommen. Das Rennen wird der Deutsche allerdings weit hinten in der Startkolonne aufnehmen müssen. Wegen eines Motorwechsels wird er nach dem Qualifying am Samstag reglementsgemäss zehn Startpositionen zurückversetzt.

In Fuji war die Formel 1 letztmals vor 30 Jahren zu Gast. 1976 und 1977 wurden dort die ersten zwei Grands Prix von Japan ausgetragen. Ab 1987, nachdem Japan zehn Jahre nicht mehr zu den Formel-1-Destinationen gezählt hatte, wurde ausschliesslich in Suzuka gefahren. In Fuji betraten die Fahrer in doppeltem Sinn Neuland, zumal die Strecke mit jener aus den Siebzigerjahren nicht mehr allzu viel gemeinsam hat. Sie wurde 2005 unter der Führung von Hermann Tilke für umgerechnet 200 Millionen Franken umgebaut und dem neuesten (Sicherheits-)Standard angepasst. Die Korrektur überstanden hat unter anderem die charakteristische Start-/Ziel-Gerade, mit knapp anderthalb Kilometern nunmehr die längste in der Formel 1.

Fuji. Grand Prix von Japan. Freies Training. Erster Teil:

1. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 1:19,119.

2. Felipe Massa (Br), Ferrari, 0,379 Sekunden zurück.

3. Fernando Alonso (Sp), McLaren-Mercedes, 0,548.

4. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 0,688.

5. Nico Rosberg (De/Fi), Williams-Toyota, 0,939.

6. Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber, 1,178.

7. Alexander Wurz (Oe), Williams-Toyota, 1,292.

8. Jarno Trulli (It), Toyota, 1,364.

9. Adrian Sutil (De), Spyker-Ferrari, 1,397. 10. Anthony Davidson (Gb), Super Aguri-Honda, 1,482. 11. Rubens Barrichello (Br), Honda, 1,567. 12. Heikki Kovalainen (Fi), Renault, 1,599. 13. Nick Heidfeld (De), BMW-Sauber, 1,609. 14. Vitantonio Liuzzi (It), Toro Rosso-Ferrari, 1,689. 15. Ralf Schumacher (De), Toyota, 1,709. 16. Giancarlo Fisichella (It), Renault, 1,732. 17. Takuma Sato (Jap), Super Aguri-Honda, 2,067. 18. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 2,318. 19. Jenson Button (Gb), Honda, 2,422. 20. Sebastian Vettel (De), Toro Rosso-Ferrari, 2,735. 21. David Coulthard (Gb), Red Bull-Renault, 3,317. 22. Sakon Yamamoto (Jap), Spyker-Ferrari, 3,783.

22 Fahrer im Training.

Zweiter Teil:

1. Hamilton 1:18,734.

2. Alonso 0,214.

3. Massa 0,749.

4. Trulli 0,977.

5. Räikkönen 0,980.

6. Kovalainen 1,055.

7. Fisichella 1,192.

8. Coulthard 1,215.

9. Schumacher 1,234.

10. Kubica 1,335. 11. Webber 1,335. 12. Wurz 1,499. 13. Rosberg 1,536. 14. Button 1,602. 15. Heidfeld 1,728. 16. Sutil 2,002. 17. Barrichello 2,155. 18. Liuzzi 2,251. 19. Vettel 2,263. 20. Davidson 2,273. 21. Yamamoto 2,571. 22 Sato 2,618. (si)

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