Niki Lauda: «McLaren und Red Bull liegen gleichauf»
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Niki Lauda«McLaren und Red Bull liegen gleichauf»

Der Saisonstart der Formel 1 steht vor der Tür. Es deutet vieles darauf hin, dass die Boliden enger beieinander liegen. Das sieht auch Rennfahrer-Legende Niki Lauda so.

von
fbu

Am Sonntag starten die Formel-1-Boliden erstmals wieder ihre Motoren für ein Rennen. Der GP von Australien steht auf dem Programm. Sebastian Vettel und sein Team gehen nach den letzten beiden erfolgreichen Saisons erneut als Favoriten in dieses Jahr. Statt «Kinky Kylie» soll ihn nun «Abbey» zum Titel fahren - so hat Vettel seinen neuen Wagen getauft. Doch fünf weitere Weltmeister sind dem Deutschen auf den Fersen. Vieles deutet darauf hin, dass die Konkurrenz näher an Red Bull dran ist als letzte Saison.

Niki Lauda, der ehemalige Formel-1-Fahrer und Experte auf dem Gebiet, sieht das McLaren-Team als stärksten Verfolger von Red Bull. «Ich glaube, dass es McLaren am besten gelungen ist, aufzuschliessen. Die werden sowohl im Qualifying als auch im Rennen sehr schnell sein. Die Autos von McLaren und Red Bull liegen gleichauf», sagte der Ex-Weltmeister im Interview mit «tz-online». Auch in Bezug auf die Fahrer schätzt Lauda das britische Team stark ein: «Ich finde die Besetzung bei McLaren am stärksten. Jenson Button wurde im letzten Jahr immer schneller und hat sich super weiterentwickelt. Lewis Hamilton und Button ergänzen sich beide sehr gut und treiben die Entwicklung bei McLaren sehr gut voran.»

Wie steht es um Ferrari, Mercedes und Lotus?

Ferrari konnte in den Tests im Vorfeld der Saison nicht überzeugen. In Italien macht man sich deshalb Sorgen, dass die roten Boliden nicht konkurrenzfähig sein könnten. Lauda winkt aber ab: «Ich glaube nicht, dass der Ferrari so schlecht ist, wie er gemacht wird. Richtig beurteilen können wir erst beim zweiten Rennen in Kuala Lumpur, wie schnell die Autos sind. Der Kurs ist immer sehr schmutzig, weil er kaum befahren wird. Da werden wir sehen, wie das Kräfteverhältnis wirklich aussieht.» Er glaube aber schon, dass sich Ferrari hinter Red Bull, McLaren und Mercedes als viertbestes Team einreihen werde.

Mercedes sieht Lauda unter den Topteams, trotzdem gibt es bei diesem Team auch noch Fragezeichen. «Wir haben hier mit Nico Rosberg und Michael Schumacher eine Paarung, bei der der eine im Qualifying etwas schneller ist und der andere im Rennen eine unglaubliche Performance hinlegt. Jetzt müssen wir abwarten, wie das mit dem neuen Auto aussieht.» Nicht aus dem Blick verlieren sollte man zudem den Rückkehrer Kimi Räikkönen. Der Finne zeigte in den Tests teilweise beeindruckende Leistungen.

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