National League A: McTavish erlöst Zug fünf Sekunden vor Schluss
Aktualisiert

National League AMcTavish erlöst Zug fünf Sekunden vor Schluss

In der 44. Runde der NLA kam der EV Zug in letzter Minute zu einem 2:1-Erfolg gegen Fribourg.
Dale McTavish traf in Unterzahl zum Zuger Sieg. Der Pass kam vom Schlittschuh eines Linesman.

Der SC Bern musste gegen Lugano während rund 30 Minuten einem 0:1-Rückstand nachrennen. Murray schoss die Gäste in Führung (24.), ehe Reichert der Ausgleich gelang (55.). In der Overtime traf dann Sannitz für die Luganesi zum 2:1-Sieg.

Als klarer Verlierer musste der EHC Biel in der Kolping Arena gegen die Kloten Flyers vom Eis. Der Leader führte bei Spielhälfte vorentscheidend mit 3:0 und setzte sich schlussendlich mit 5:1 durch.

Die Partie Genf-Servette gegen die SCL Tigers steht nach Ende der regulären Spielzeit 2:2-Unentschieden. In der Verlängerung fielen keine Tore. Das Penaltyschiessen ist derzeit im Gange.

Zug mit Hilfe des Linienrichters

Der EV Zug hat gegen Fribourg den ersten von zwei Strichkämpfen an diesem Wochenende in extremis für sich entschieden. Fünf Sekunden vor Spielende erzielte Dale McTavish unter gütiger Mithilfe des Linienrichters den 2:1-Siegtrefer.

Ein Befreiungsschlag von Fribourgs Goalie Sébastien Caron lenkte der Unparteiische mit dem Schlittschuh zur perfekten Vorlage für McTavish ab. Mit einem herrlichen Weitschuss versenkte der Kanadier den Puck und sorgte damit für den äusserst glückhaften Vollerfolg der Innerschweizer, die zum Zeitpunkt des Goals gar noch in Unterzahl spielten.

Fribourg ging in einem Spiel auf eher tiefem Niveau durch Michael Knoepfli in der 37. Minute in Führung. Der EVZ, auf den heute (Samstag) bereits der nächste Strichkampf auswärts gegen die SCL Tigers wartet, kam lange nicht auf Touren. Vom Selbstvertrauen, das die Zuger Anfang Monat in den Kampf um die Playoffs zurückbrachte, war nicht mehr viel übrig. Im letzten Drittel steigerten sich die Zuger (18:8 Torschüsse) und kamen durch Micki Dupont (47.) zum Ausgleich.

Fribourg musste nach zuletzt sechs Siegen mit einer bitteren Niederlage nach Hause reisen. Durch die Niederlage beim EVZ und die Punktgewinne Langnaus rutschten sie im Kampf um die Playoff-Plätze wieder etwas näher an den Strich. Der Vorsprung auf Langnau und Zug beträgt noch vier, respektive acht Punkte.

Keine Kür des Leaders

Doppeltorschütze Sven Lindemann, Kimmo Rintanen und Radek Hamr erzielten je drei Skorerpunkte beim standesgemässen 5:1-Sieg der Kloten Flyers gegen Biel.

In einem Spiel mit bescheidenem Gehalt kam der Leader aus dem Zürcher Unterland gegen das ersatzgeschwächte NLA-Schlusslicht Biel zu einem ungefährdeten Erfolg. Kloten passte sich dabei teilweise dem niedrigeren Level der zum fünften Mal in Serie besiegten Seeländer an.

Aus fünf Überzahlspielen im Startdrittel resultierte nur gerade ein Torerfolg für Kloten. Topskorer Kimmo Rintanen beendete mit jenem Tor zum 1:0 immerhin eine persönliche Trefferflaute nach zehn Spielen. Klotens Rückkehrer, der Allrounder Patric Della Rossa, spielte in der vierten Klotener Sturmlinie einen soliden Part.

Lugano erneut in der Verlängerung

Lugano gewinnt zum dritten Mal in Serie in der Verlängerung respektive im Penaltyschiessen. Dank einem Treffer von Julien Vauclair in der 62. Minute setzten sich die Tessiner auswärts gegen Bern 2:1 durch.

Der Sieg für Lugano ging trotz 39:20 Torschüssen für Bern in Ordnung. Das Team von Trainer Hannu Virta war zwei Drittel lang die bessere Mannschaft und lag nach einem Powerplay-Treffer von Brady Murray (24.) verdient 1:0 vorne. Die Führung hielt bis zur 55. Minute an, ehe Marc Reichert doch noch den Ausgleich für die Berner erzielte.

Nachdem der SCB zwei Drittel lang eine enttäuschende Leistung zeigte, kehrten sie im Schlussabschnitt mit Kampf in die Partie zurück. Lugano, das zum zweiten Mal in dieser Saison den Sieg aus der PostFinance-Arena davontrug, agierte vor allem defensiv solid.

Helfenstein kam und traf

Die SCL Tigers erkämpften sich mit einem 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen bei Genève-Servette zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Qualifikation. Den sechstklassierten Genfern genügte der Punktgewinn für den definitiven Playoff-Einzug.

Der zuletzt für den HC Davos stürmende Sven Helfenstein war in seinem ersten Spiel für die SCL Tigers als Doppeltorschütze auf Anhieb die grosse Figur. Im Penaltyschiessen war zudem Fabian Sutter als einziger Schütze erfolgreich.

Flügelstürmer Sven Helfenstein brauchte einen Tag nach seinem Wechsel von Davos zu den SCL Tigers nur gerade fünf Minuten und zehn Sekunden, um in seinem ersten Spiel für die SCL Tigers den ersten Treffer zu erzielen. Der frühere NHL-Draft der New York Rangers brachte die Gäste mit 1:0 in Führung.

Der junge Genfer Goalie Florian Conz liess sich dabei für einmal mit einem Beinschuss düpieren. Florian Conz machte diesen kleinen Lapsus aber wieder gut, als er kurz vor Spielmitte einen Penalty von Oliver Setzinger abwehrte.

National League A, 44. Runde

Genève-Servette - SCL Tigers 2:3 (0:1, 1:0, 1:1, 0:0) n.P.

Les Vernets. - 6059 Zuschauer. - SR Stricker, Arm/Küng.

Tore: 6. Helfenstein (Joggi, Bayer) 0:1. 34. Gobbi (Déruns, Fedulow/Ausschluss Stettler) 1:1. 44. Ritchie (Gobbi, Salmelainen) 2:1. 45. Helfenstein (Joggi) 2:2.

Penaltyschiessen: Salmelainen- , Steiner -; Fedulow -, Sutter 0:1; Ritchie -, Martin Kariya -; Kolnik -, Joggi -; Rubin -.

Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Kolnik) gegen Genève-Servette, 4mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.

PostFinance-Topskorer: Kolnik; Martin Kariya.

Genève-Servette: Benjamin Conz; Vukovic, Goran Bezina; Gobbi, Keller; Schilt, Breitbach; Heynen, Mercier; Rubin, Ritchie, Kolnik; Salmelainen, Aubin, Déruns; Cadieux, Trachsler, Suri; Debrunner, Kast, Fedulow.

SCL Tigers: Schoder; Stettler, Kobach; Gmür, Christian Moser; Blum, Niinimaa; Bayer; Steiner, Sutter, Setzinger; Adrian Gerber, Camenzind, Claudio Moggi; Simon Moser, Martin Kariya, Healey; Helfenstein, Bieber, Joggi.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Vigier (überzähliger Ausländer) sowie Höhener, Rivera, Mona, Augsburger, Florian Conz und Savary (alle verletzt), SCL Tigers ohne Sandro Moggi (krank), Tallarini, Lüthi, Zeiter, Toms, Murphy und Stephan Moser (alle verletzt). - 22. Pfostenschuss Joggi. - 28. Setzinger verschiesst Penalty.

Zug - Fribourg 2:1 (0:0, 0:1, 2:0)

Herti. - 4017 Zuschauer. - SR Stalder, Wehrli/Wirth.

Tore: 37. Knoepfli (Law, Birbaum) 0:1. 47. Dupont (McTavish, Holden/Ausschluss Benjamin Plüss) 1:1. 60. (59:55) McTavish (Ausschluss Patrick Fischer!) 2:1.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg.

PostFinance-Topskorer: Holden; Jeannin.

Zug: Weibel; Diaz, Back; Oppliger, Dupont; Harrison, Maurer; Di Pietro, Patrick Fischer, Brunner; McTavish, Holden, Casutt; Björn Christen, Duri Camichel, Corsin Camichel; Schnyder, Steinmann, Fabian Lüthi.

Fribourg: Caron; Marc Abplanalp, Reist; Heins, Birbaum; Seydoux, Ngoy; Snell, Collenberg; Law, Jeannin, Knoepfli; Neuenschwander, Meunier, Wirz; Geoffrey Vauclair, Montandon, Botter; Sprunger, Bykow, Benjamin Plüss.

Bemerkungen: Zug ohne Patrick Sutter, Isbister, Dominic Meier, Kress und Blaser (alle verletzt), Fribourg ohne Chouinard (verletzt), Lauper (überzählig) und Mowers (überzähliger Ausländer). - Pfostenschuss Casutt (4.). Timeout Fribourg (59:55), danach ohne Torhüter.

Bern - Lugano 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) n.V.

PostFinance-Arena. - 16 471 Zuschauer. - SR Mandioni, Mauron/Laurent Schmid.

Tore: 24. Murray (Julien Vauclair/Ausschluss Jobin) 0:1. 55. Reichert (Froidevaux, Jobin/Strafe angezeigt) 1:1. 62. Julien Vauclair (Robitaille) 1:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Bern, 2mal 2 Minuten gegen Lugano.

PostFinance-Topskorer: Gamache; Thoresen.

Bern: Bührer; Jobin, Philippe Furrer; Roche, Ziegler; Carney, Leuenberger; Bordeleau, Dubé, Gamache; Patrik Bärtschi, Martin Plüss, Rüthemann; Pascal Berger, Froidevaux, Reichert; Alain Berger, Chatelain, Daniel Meier.

Lugano: Aebischer; Chiesa, Julien Vauclair; Fransson, Cantoni; Helbling, Hänni; Nodari; Murray, Robitaille, Thoresen; Sannitz, Romy, Lemm; Paterlini, Conne, Tristan Vauclair; Kostovic, Jörg.

Bemerkungen: Bern ohne Trevor Meier, Beat Gerber, Josi, Rytz (alle verletzt), Abid und Gelinas (überzählige Ausländer), Lugano ohne Näser, Hirschi, Nummelin und Domenichelli (alle verletzt). Pfostenschuss Thoresen (12.).

Kloten Flyers - Biel 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)

Kolping-Arena. - 4031 Zuschauer. - SR Prugger, Kehrli/Stäheli.

Tore: 12. Rintanen (Sven Lindemann, Hamr/Ausschluss Hill) 1:0. 17. Brown (Welti, Hamr) 2:0. 24. Sven Lindemann (Rintanen, Santala) 3:0. 32. Fröhlicher (Tschantré, Truttmann/Ausschluss Sidler) 3:1. 42. Sven Lindemann (Rintanen, Santala/Ausschluss Fata) 4:1. 51. Liniger (Jenni, Hamr) 5:1.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers, 9mal 2 Minuten gegen Biel.

PostFinance-Topskorer: Rintanen; Fata.

Kloten Flyers: Rüeger; Schulthess, Hamr; Welti, von Gunten; Sidler, Du Bois; Julien Bonnet; Sven Lindemann, Santala, Rintanen; Jacquemet, Brown, Walser; Stancescu, Liniger, Jenni; Fadri Lemm, Kellenberger, Della Rossa.

Biel: Caminada; Reber, Meyer; Fröhlicher, Hill; Kparghai, Gossweiler; Boss, Kamerzin; Ehrensperger, Peter, Deny Bärtschi; Bicek, Fata, Tschannen; Truttmann, Tschantré, Neff; Zigerli, Beccarelli.

Bemerkungen: Kloten ohne Winkler, Rothen und Wick (alle verletzt), Biel ohne Wegmüller, Schneeberger, Steinegger, Simon Fischer, Himelfarb, Küng und Wetzel (alle verletzt) sowie Nüssli (krank).

LIVE-TICKER

60. Das Spiel ist aus - Zug gewinnt in extremis mit 2:1. Was für ein Finish! Mc Tavish sorgt mit seinem Schuss zum Siegtreffer für berechtigte Zuger Hoffnungen im Kampf um die Playoffs.

60. Tor für Zug! Dale McTavish packt den Hammer aus und trifft 5 Sekunden vor Schluss zum vielumjubelten 2:1.

58. Jetzt kassieren die Zuger eine Strafe, das wird nochmals hektisch in den Schlussminuten.

54. Die Zuger überstehen die Unterzahl schadlos, kommen dann im Anschluss nur mit Glück um einen weiteren Verlusttreffer, Sprunger war mit einem Buebetrickli fast erfolgreich.

50. Strafe gegen den EVZ, die erste übrehaupt des Abends für das Heimteam. Die Angriffswelle der Zuger für die nächsten 2 Minuten unterbrochen.

48. Das Tor hat die Stimmung in der Hertihalle total gekehrt, jetzt ist der Teufel los, der Glaube ans eigene Team und einen Sieg ist wieder vorhanden.

47. Tor für Zug! Die Zuschauer sind erwacht, Dupont bezwingt Caron zum 1:1 Ausgleich.

46. Mit Plüss muss der nächste Fribourger auf die Strafbank.

46. Die Gäste überstehen diese heikle Phase, die Zuger schossen aus allen Lagen, aber ohne Erfolg.

43. Für einmal eine Chance für die Zuger, aber Di Pietro bringt seinen Backhandschuss nicht an Caron vorbei. Dafür dürfen die Innerschweizer jetzt mal in Überzahl ran, Strafe gegen Gottéron.

41. Das Schlussdrittel beginnt. Und gleich steht Weibel schon wieder im Brennpunkt, kann die Situation nochmals retten.

40. die Sirene zur Pause ertönt - Fribourg geht mit einer verdienten 0:1 Führung in die Kabinen. Im zweiten Abschnitt brachte Zug beinahe nichts zustande, Gottéron konnte das Spiel zunehmends in die eigene Hand nehmen und hat sich das eine Tor Vorsprung verdient.

37. Tor für Fribourg! Law darf seelenruhig im gegnerischen Drittel rumkurven und hat das Auge, den völlig freistehenden Knöpfli zu bedienen, der mit einer Direktabnahme das 0:1 erzielt.

36. Gottéron hat in den letzten Minuten die Initiative übernommen, dominieren das Geschehen auf dem Eis.

32. Das Spiel geht jetzt hin und her, aufgrund mangelnder Torgefährlichkeit versuchen es beide Teams vor allem mit Weitschüssen, die bisher aber noch nicht den Weg ins Glück gefunden haben.

27. Weibel hält die Zuger mit wertvollen Paraden im Spiel, ein ums andere Mal muss der EVZ-Keeper im Mitteldrittel dringend eingreifen.

23. Die Gäste erwischen den besseren Start, Meunier erarbeitet sich die erste Chance des Mitteldrittels, scheitert aber an Weibel, der sich im Anschluss gleich nochmals beweisen kann.

21. Die Teams sind zurück aus den Kabinen, das 2. Drittel kann beginnen.

20. Schluss des 1. Drittels, 0:0 in einem abwechslungsreichen, aber chancenarmen Startdrittel. Zug zwar mit mehr Scheibenbesitz, nur die Genauigkeit liess zu wünschen übrig, das muss sich bessern, wenn die drei Punkte auf die Sollseite wachsen sollen.

18. Weibel im EVZ-Tor bekommt nicht viel zu tun, ist aber bereit, wenns draufankommt, dasselbe gilt auch für seinen Berufskollegen auf der gegnerischen Seite. Bisher sind die beiden Goalies die besten Akteure auf dem Eis.

14. Bisher nur wenig Unterbrüche. Die Zuger wirken von Minute zu Minute ratloser, können sich nicht in Abschlussposition bringen, die Gäste aus Fribourg stehen sicher in der Defensive.

10. Die beiden Teams haben sich mittlerweile aufeinander eingestellt, Zug versucht das Spiel zu machen, Fribourg hält dagegen und lauert auf Kontermöglichkeiten.

7. Die Startminuten zeigen deutlich, dass sich die Zuger der Bedeutung des Spiels bewusst sind, dementsprechend agieren sie auch - forsch und furchtlos, zumindest in der gegnerischen Zone.

4. Pech für Zug, der Pfosten verhindert die so wichtige Führung für die Innerschweizer.

3. Gottéron wieder komplett, Zug versuchte ein Powerplay aufzuziehen, Fribourg hielt aber in Unterzahl wacker dagegen.

1. Kaum angepfiffen kassieren die Gäste die erste Strafe, Reist nimmt 2 Minuten Platz.

1. Die beiden Teams sind bereit, Headschiedsrichter Stalder gibt den Puck frei, das 1. Drittel beginnt.

20 Minuten Online berichtet ab 19.45 Uhr live von der Partie Zug - Fribourg.

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