Ohne Energie: Medaillentraum für Steingruber geplatzt
Aktualisiert

Ohne EnergieMedaillentraum für Steingruber geplatzt

Es bleibt bei Bronze im Sprung. Giulia Steingruber verpasst im Bodenturnen eine zweite Medaille klar. Die Schweizerin wird nach zwei Stürzen Achte.

von
P. Berger
Rio
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Giulia Steingruber unterlaufen im Final des Bodenturnens gleich zwei Fehler. Eine zweite Medaille ist damit weg.

Giulia Steingruber unterlaufen im Final des Bodenturnens gleich zwei Fehler. Eine zweite Medaille ist damit weg.

AP/Dmitri Lovetsky
Nicht alles läuft für die 22-jährige Ostschweizerin schlecht. Nach den Patzern ist die Konzentration aber weg.

Nicht alles läuft für die 22-jährige Ostschweizerin schlecht. Nach den Patzern ist die Konzentration aber weg.

AP/Dmitri Lovetsky
Coach Zoltan Jordanov tröstet Steingruber.

Coach Zoltan Jordanov tröstet Steingruber.

AP/Dmitri Lovetsky

Zwei Tage nach Bronze im Sprung, der ersten Schweizer Frauen-Olympiamedaille, wollte Giulia Steingruber am Boden nachdoppeln. Doch der Traum war früh vorbei. Erst beklagte sie einen kleinen Wackler, dann stand sie nach der ersten Sprungkombination die Landung nicht. «Beim Wackler bin ich beinahe gestolpert, das hatte mich etwas aus dem Rhythmus gebracht. Die verpatzte Landung hat mich dann jedoch geschockt, danach war die Energie weg.»

Dabei hatte sich die 22-jährige Gossauerin gut gefühlt. «Die erste Nacht nach dem Medaillengewinn war speziell, ich war sehr unruhig. Obwohl ich eigentlich immer noch nicht richtig realisiert habe, was passiert ist. Vielleicht war ich nun sogar etwas übermotiviert.» Weil sie auch bei der dritten Sprungkombination zu Boden greifen musste, erhielt sie tiefe Noten. Mit 11,800 Punkten blieb nach der missratenen Vorstellung schliesslich für die Europameisterin im Bodenturnen nur der achte Schlussrang. «Der Abschluss ist doof. Aber was zählt ist die Medaille. Ich darf stolz sein und nehme das Positive mit, und aus dem Negativen lernt man.»

Steingrubers Missgeschick am Boden

Quelle: SRF

Eines der beiden Missgeschicke von Steingruber. (Video: SRF)

Olympiasiegerin wurde wie erwartet Simone Biles. Die 19-jährige Amerikanerin turnte erneut in einer eigenen Liga. Am Ende schien es, dass Biles Steingruber trösten würde. «Sie hat mich wieder zurecht gemacht, wegen dem Schweiss war mit etwas Wimperntusche verschmiert», klärte Steingruber bereits wieder lachend auf. Die Ostschweizerin macht nun zwei Wochen Ferien, «danach beginnt der Aufbau für den Swiss Cup im November.»

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