Aktualisiert 25.09.2005 19:02

«Medienkonsum macht dumm»

Hoher Medienkonsum verschlechtert laut einer Studie die Schulleistungen von Kindern.

Für eine entsprechende Untersuchung wurden 23000 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren befragt, wie «Der Spiegel» berichtet. Das Ergebnis: Je mehr Zeit sie vor dem Fernseher oder mit Spielkonsolen verbringen, desto schlechter sind ihre Noten.

Der unterschiedliche Medienkonsum liefert laut Studien-Leiter Christian Pfeiffer auch einen Erklärungsansatz dafür, dass in der Pisa-Studie Mädchen besser abschneiden als Jungen und im Vergleich zu Ausländern überproportional viele Deutsche Gymnasien besuchen. Denn einen eigenen Fernseher im Zimmer hat laut Studie nur jedes dritte Mädchen, aber fast jeder zweite Junge. Eine Spielkonsole besitzen knapp 40 Prozent der Jungen, aber nur 16 Prozent der Mädchen. Von den Migrantenkindern im Alter von zehn Jahren haben 51,3 Prozent ein eigenes TV-Gerät und 43,3 Prozent eine eigene Spielkonsole im Zimmer, bei den Deutschen sind es nur 31,9 respektive 22,3 Prozent. «Ein Übermass an Medienkonsum macht dick, dumm, krank und traurig», bilanziert Pfeiffer.

(dapd)

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