Medikamente aus der Migros floppen
Aktualisiert

Medikamente aus der Migros floppen

Die Nachfrage nach rezeptpflichtigen Medikamenten aus der Migros-Filiale in Lenzburg AG ist weiterhin gering. Trotzdem wird der Anfang Jahr gestartete Pilotversuch auf fünf weitere Verkaufsstellen im Aargau ausgeweitet.

Ab 3. Juli können auch in Migros-Filialen in Brugg, Baden, Wettingen, Unterentfelden und Aarau rezeptpflichtige Medikamente bezogen werden. Der Pilot in Lenzburg laufe qualitativ bestens, Logistik und Datenschutz würden «perfekt» funktionieren, heisst es in einer Meldung vom Donnerstag.

Weil die Nachfrage in Lenzburg jedoch gering sei, wolle man anhand anderer Standorte abklären, wie gross die Akzeptanz allgemein sei. Die Migros habe früher als geplant entschieden, wie es weitergehen solle, weil sie und die Versandapotheke «Zur Rose» das Bedürfnis detailliert abgeklärt haben wolle.

Potenzial in der Romandie

Allenfalls werde später der Versuch auf andere Kantone ausgedehnt, in denen Ärzte nicht selber Medikamente an Patienten abgeben können. Dies scheine vor allem in der Romandie möglich, schreibt die Migros weiter.

In der Migros-Filiale in Lenzburg können Kundinnen und Kunden seit Anfang Januar am Kundendienst ihr Arztrezept abgeben. Dort werden sie von der Versandapotheke «Zur Rose» mit Sitz in Frauenfeld TG abgeholt.

48 Stunden später können die gewünschten Medikamente beim Migros- Kundendienst in Empfang genommen werden. Seit Anfang werden in Lenzburg pro Tag nicht mehr als sechs Rezepte im Schnitt am Kundendienst abgegeben.

Nach der Migros sind auch die Schweizer Drogisten in den Handel mit rezeptpflichtigen Medikamenten eingestiegen. Ein Pilotversuch mit sechs Drogerien ist am Donnerstag angelaufen. Der Drogistenverband arbeitet dabei mit der Versandapotheke «MediService» zusammen. Allerdings werden hier die Medikamente per Post nach Hause geschickt. (sda)

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