Austausch: Medwedew beim Gouvernator
Aktualisiert

AustauschMedwedew beim Gouvernator

Amerikanische High-Tech für Russland, russische Investitionen für Kalifornien: Der russische Präsident Dmitri Medwedew trifft auf Arnold Schwarzenegger.

Arnold Schwarzenegger und Dmitri Medwedew Tauschen Ideen aus.

Arnold Schwarzenegger und Dmitri Medwedew Tauschen Ideen aus.

Nach einem Treffen mit dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger stand für den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew am Mittwoch Silicon Valley als nächste Station seines USA-Besuchs an.

Er hoffe, die Visite sei «nützlich», um «wichtige» Geschäftsbeziehungen zwischen seinem Land und der Hochtechnologie-Schmiede zu knüpfen, sagte der Kremlchef nach Angaben des «San Francisco Chronicle» vom Dienstag (Ortszeit).

Der Besuch bei dem früheren Action-Star in San Francisco war die erste Station von Medwedews Reise. Am Donnerstag wird er im Weissen Haus mit US-Präsident Barack Obama zusammenkommen, den er zuletzt im April beim Washingtoner «Atomgipfel» gesehen hatte.

Im Mittelpunkt des Kalifornien-Besuchs steht der Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Handel. Er sei an engen Handelsbeziehungen «überaus interessiert», sicherte Schwarzenegger seinem Gast nach Angaben des Radiosenders KCBS zu. Der Gouverneur kündigte zudem die Schaffung einer kalifornischen Handelsvertretung in Russland an.

Besuch im Silicon Valley

In der High-Tech-Hochburg Silicon Valley wollte Medwedew mit Unternehmern und Technologie-Experten zusammenkommen, um Geld, aber auch Talente für sein ehrgeiziges Projekt zu gewinnen - die Entstehung der Wissenschaftsstadt Skolkowo vor den Toren Moskaus. Silicon Valley dient dafür als Vorbild.

Neben einem Treffen mit Google-Topmanager Eric Schmidt standen Besuche bei den Firmen Twitter, Apple und Cisco Systems an. Medwedew will ausserdem eine Rede in der renommierten Stanford-Universität halten, bevor er nach Washington weiterreist.

Renova zahlt für historisches Fort

Nach Mitteilung Schwarzeneggers ist bereits ein Abkommen mit der russischen Delegation über den Erhalt des historischen Fort Ross in Nordkalifornien unterzeichnet worden.

Die russische Beteiligungsgesellschaft Renova Group von Milliardär Viktor Vekselberg will den ehemaligen Handelsstützpunkt, der von 1812 bis 1841 russische Siedler entlang der Westküste versorgte, mit einer Geldspritze absichern.

«Russische Privatinvestitionen werden dem Bundesstaat helfen. Es ist eine grossartige Zusammenarbeit», lobte Schwarzenegger. Das aus Holz gebaute Fort ist seit 1906 eine Besucherattraktion. Wegen drastischer Sparmassnahmen in Kalifornien musste die Anlage teilweise geschlossen werden. (sda)

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