Verbale Brachialpolitik: Medwedew nennt Saakaschwili «politische Leiche»
Aktualisiert

Verbale BrachialpolitikMedwedew nennt Saakaschwili «politische Leiche»

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat den Westen in einem Interview vor Sanktionen gegen sein Land wegen des Georgien-Kriegs gewarnt. Gleichzeitig wurde er gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Georgiens, Michail Saakaschwili, verbal ausfällig.

Der Westen brauche Russland, sagte Medwedew in einem am Dienstag gesendeten Interview des italienischen Fernsehsenders RAI.

Die NATO habe bei einer Aufkündigung der Zusammenarbeit mit Russland mehr zu verlieren als sein Land, sagte der Präsident. Moskau fürchte sich auch nicht vor einem Ausschluss aus der Gruppe der acht führenden Industriestaaten (G-8).

Die G-8 wäre ohne Russland praktisch nicht handlungsfähig, weil sie nur Entscheidungen unter Berücksichtigung der Meinungen der führenden Weltwirtschaften und der führenden Politiker in der Welt treffen könne, sagte Medwedew.

Den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili bezeichnete Medwedew in dem Interview als eine «politische Leiche». Russland werde keinen wie auch immer gearteten Kontakten mit Saakaschwili zustimmen. Den USA warf Medwedew vor, grünes Licht für Saakaschwilis Offensive am 7. August gegen die abtrünnige Region Südossetien gegeben zu haben. (dapd)

Deine Meinung