Nord-Stream-2-Stopp – Medwedew warnt Europa – «zahlen bald 2000 Euro für 1000 Kubikmeter Gas»

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Nord-Stream-2-StoppMedwedew warnt Europa – «zahlen bald 2000 Euro für 1000 Kubikmeter Gas»

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz forderte die Aussetzung der Zertifizierung der Gaspipeline Nord Stream 2. Russlands ehemaliger Präsident, Dmitri Medwedew, warnt die Europäerinnen und Europäer vor einem Preisanstieg.

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Der ehemalige Präsident Russlands warnt Europa vor steigenden Gaspreisen.

Der ehemalige Präsident Russlands warnt Europa vor steigenden Gaspreisen.

via REUTERS
Als Reaktion auf das Vorgehen Russlands gegenüber der Ukraine legte Bundeskanzler Olaf Scholz das Projekt der Gaspipeline Nord Stream 2 vorläufig auf Eis.

Als Reaktion auf das Vorgehen Russlands gegenüber der Ukraine legte Bundeskanzler Olaf Scholz das Projekt der Gaspipeline Nord Stream 2 vorläufig auf Eis.

Getty Images
«Na dann, willkommen in einer neuen Welt, in der die Europäer bald 2000 Euro für 1000 Kubikmeter Gas bezahlen werden», twitterte Medwedew am Dienstag.

«Na dann, willkommen in einer neuen Welt, in der die Europäer bald 2000 Euro für 1000 Kubikmeter Gas bezahlen werden», twitterte Medwedew am Dienstag.

AFP

Darum gehts

Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat die Europäer wegen des Stopps der deutsch-russischen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 vor einem Anstieg der Gaspreise gewarnt. «Der deutsche Kanzler Olaf Scholz hat gefordert, die Zertifizierung von Nord Stream 2 auszusetzen», erklärte der heutige stellvertretende Vorsitzende des russischen Nationalen Sicherheitsrates am Dienstag auf Twitter. «Na dann, willkommen in einer neuen Welt, in der die Europäer bald 2000 Euro für 1000 Kubikmeter Gas bezahlen werden.»

Medwedew machte keine genaueren Angaben dazu, ob er sich auf einen potenziellen Gaspreis beim Import oder für den Endverbraucher bezog. In jedem Fall läge ein Wert von zwei Euro pro Kubikmeter aber deutlich über den aktuellen Preisen.

Verfahren muss neu bewertet werden

Scholz hatte das umstrittene Gasprojekt Nord Stream 2 zuvor als Reaktion auf das russische Vorgehen gegenüber der Ukraine auf Eis gelegt. Das Genehmigungsverfahren für die deutsch-russische Gasröhre müsse nun angesichts der Eskalation in der Ostukraine neu bewertet werden, sagte der Kanzler. Russland warf er schwere Verstösse gegen das Völkerrecht vor.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Montagabend das Existenzrecht der Ukraine in Zweifel gezogen und die Anerkennung der separatistischen Gebiete Luhansk und Donezk im Osten des Landes verkündet. Washington verhängte bereits am Montag erste Strafmassnahmen gegen die Separatisten-Gebiete.

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(AFP/roa)

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