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Ganz cool gebliebenMedwedew zeigt nach grösstem Sieg seiner Karriere keine Emotionen

Ziemlich cool hat Daniil Medwedew auf den Sieg bei den ATP-Finals der Tennisprofis reagiert. Dabei hatte der russische Weltranglistenvierte eigentlich allen Grund zum Jubeln am Ende einer famosen Woche.

Keine Reaktion bei Medwedew nach seinem Sieg gegen Thiem.

Video: SRF

Darum gehts

  • Daniil Medwedew gewinnt den Final an den ATP-Finals gegen Dominic Thiem.

  • Der Russe feiert damit den grössten Erfolg seiner Karriere.

  • Doch der 24-Jährige jubelt nicht.

  • Er feiere seine Siege nicht, gibt er später zu Protokoll.

Ohne grosse Jubelgeste nach dem verwandelten Matchball hat der russische Tennisprofi Daniil Medwedew seinen Sieg bei den ATP-Finals hingenommen und dies mit seinem besonderen Stil erklärt. «Im Tennis bin ich wahrscheinlich der Erste. Ich feiere meine Siege nicht, das ist einfach mein Ding – und ich mag es», sagte der 24-Jährige nach dem grössten Erfolg seiner Tennis-Karriere.

Ganz cool: Daniil Medwedew feiert nach seinem Sieg nicht. 

Ganz cool: Daniil Medwedew feiert nach seinem Sieg nicht.

Foto: Keystone

Er habe sich dazu im vergangenen Jahr entschieden. «An einem Punkt in der Karriere entscheidet jeder, etwas Besonderes zu machen. Einer feiert besonders, ein anderer applaudiert den Zuschauern», sagte Medwedew. Er habe das während des US Open entschieden, als er «eine schwierige Zeit mit den Zuschauern hatte», dass das sein Ding sein werde.

Ein grosser Schub

In einem hochklassigen Endspiel von London hatte sich Medwedew mit 4:6, 7:6 6:4 gegen den Österreicher Dominic Thiem durchgesetzt. «Das war vielleicht einer meiner besten Siege», sagte der Weltranglisten-Vierte. «Das ist ein grosser Schub für alle Grand Slams, die kommen.»

Mit dem Pokal musste sich der Russe dann doch noch zu einem Lächeln «quälen».

Mit dem Pokal musste sich der Russe dann doch noch zu einem Lächeln «quälen».

Foto: Keystone

Medwedew blieb beim Saisonfinal der acht besten Tennisprofis des Jahres ohne Niederlage, auch in den Gruppenspielen, und schaffte es, in einer Woche die Top Drei der Weltrangliste zu besiegen: Novak Djokovic aus Serbien, den Spanier Rafael Nadal und eben Thiem. Mit dem Weltranglistenvierten Medwedew dürfte auch im kommenden Jahr zu rechnen sein. Wann und wie die neue Saison beginnt, ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie noch fraglich.

(dpa/hua)

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56 Kommentare
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Daniel

24.11.2020, 16:56

Finde es toll wie die Junge Generation nachkommt. Schade dass sich RF immer in die Medien drängt. Würde er sich etwas rarer machen fände ich es besser. Immer die gleiche Person verleidt mir.

john

23.11.2020, 13:08

Schöne neue Welt.... Wenn ich mich die Kommentare anschaue, die das Cool finden, da frage ich mich schon wo alles das hinfühen soll? Menschen ohne Emotionen werden gefeiert, man merkt langsam wo die Digitalitet hinführt

Seine Zeit ist endlich vorbei

23.11.2020, 12:58

Der lauwarme Rosché hätte an diesen Finals keinen Satz geschweige denn einen Match gewonnen.