Katastrophe in Japan: Meer bei AKW Fukushima stark radioaktiv

Aktualisiert

Katastrophe in JapanMeer bei AKW Fukushima stark radioaktiv

Im Meerwasser 15 Kilometer vom AKW Fukushima entfernt hat der Kraftwerksbetreiber Tepco stark erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen.

Die genommenen Proben hätten einen um das 600-fache erhöhten Wert radioaktiven Cäsiums 137 aufgewiesen, teilte Tepco am Dienstagabend mit. Zudem seien erhöhte Werte von Cäsium 134 und Jod 131 gemessen worden.

Diese Werte seien zuvor derart niedrig gewesen, dass sie nicht hätten bestimmt werden können, hiess es. Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, ob die Werte eine Gefahr darstellten.

«Nach nur einer Probe können wir noch nichts Konkretes sagen», erklärte eine Tepco-Sprecherin. Es seien weitere Messungen geplant. Am Dienstag hatte auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit unabhängigen Tests vor der japanischen Nordostküste begonnen.

Erneutes Erdbeben in Japan

Die Messungen finden allerdings entsprechend der Vorgaben Japans ausserhalb des 20-Kilometer-Radius' der japanischen Hoheitsgewässer statt.

Japan, 1 Monat nach dem Erdbeben

Durch das verheerende Erdbeben und den anschliessenden Tsunami am 11. März war die Atomanlage Fukushima stark beschädigt worden. Seitdem wurde radioaktive Strahlung in die Atmosphäre, in den Boden und ins Meer abgegeben. (sda)

ENSI: Fukushima ist nicht Tschernobyl

Deine Meinung