Mega-Blackout in der Westschweiz
Aktualisiert

Mega-Blackout in der Westschweiz

Von Genf bis Lausanne ist um 14.42 Uhr für gut eine Stunde weiträumig der Strom ausgefallen. In Genf überfuhr ein Feuerwehrauto während der Panne einen Fussgänger.

Die während eines heftigen Gewitters in Verbois GE getroffene Leitung führe 220 000 Volt, hiess es bei den Genfer Stadtwerken. Die Panne sei nach gut einer Stunde behoben gewesen.

Mann überfahren

In der Rhonestadt mussten die Wehrdienste rund 200 Mal ausrücken, um im Lift blockierte Menschen zu retten, sagte Kommandant Raymond Wicki. Bei einem Einsatz überfuhr ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr in Genf einen Fussgänger. Der Mann starb noch am Unfallort.

In Genf wie in Lausanne blieben die Trams und Trolleybusse stecken. Die Signalanlagen fielen aus, das Verkehrschaos war entsprechend. Da die SBB über ein eigenes Stromnetz verfügt, verkehrten ihre Züge fahrplanmässig. Dagegen fielen Licht und Informationstafeln in den Bahnhöfen aus.

Haufenweise Notrufe

In Lausanne schlossen zahlreiche Geschäfte. Weil wegen der ausgefallenen Ventilatoren in der Abfallverbrennungsanlage eine Überhitzung drohte, musste die Polizei ausrücken. Aus dem ganzen Kanton Waadt gingen haufenweise Notrufe bei der Polizei ein.

Nach Angaben eines Sprechers gerieten einige Menschen in Panik. Einige steckten in Liften fest. In der gesamten betroffenen Region war das Handy-Netz überlastet.

Keine Probleme im Flughafen

Im Flughafen Genf-Cointrin gab es keine nennenswerten Probleme, weil bei einem Stromausfall ein Notstromaggregat einspringt. Einzig das Licht in den Abflughallen fiel aus und Föderbänder und Rolltreppen waren vorübergehend ausser Betrieb.

Einige Flüge erhielten leichte Verspätung, hiess es beim Flughafen weiter. Auch das Universitätsspital in Genf wurde von Notstromaggregaten versorgt.

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