227 Millionen Franken: Mega-Jackpot wurde geknackt – diese Glücklichen haben noch mehr gewonnen
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227 Millionen FrankenMega-Jackpot wurde geknackt – diese Glücklichen haben noch mehr gewonnen

Am Dienstag war es wieder soweit und ein glücklicher Teilnehmer des länderübergreifenden Lottospiels knackte den ganz grossen Jackpot mit 227 Millionen Franken. Der Traum vieler wird nur für ganze wenige Realität – und nicht immer zum Glücksfall. 

von
Patrick McEvily
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Auf die richtigen Zahlen zu setzen, kann sich beim länderübergreifenden Spielsystem Euromillions so richtig ausbezahlen: Am Dienstag reihte sich ein Gewinner auf Platz fünf der Bestenliste ein.

Auf die richtigen Zahlen zu setzen, kann sich beim länderübergreifenden Spielsystem Euromillions so richtig ausbezahlen: Am Dienstag reihte sich ein Gewinner auf Platz fünf der Bestenliste ein.

imago images/Belga
Seit Einführung der Lotterie, die von den einzelnen teilnehmenden Länderagenturen gemeinsam durchgeführt wird, sind die Rekordgewinne kontinuierlich gestiegen. 

Seit Einführung der Lotterie, die von den einzelnen teilnehmenden Länderagenturen gemeinsam durchgeführt wird, sind die Rekordgewinne kontinuierlich gestiegen. 

20min/Simon Glauser
Auch in der Schweiz haben schon mehrere Personen über 100 Millionen Franken gewonnen.

Auch in der Schweiz haben schon mehrere Personen über 100 Millionen Franken gewonnen.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Die Euromillions haben seit ihrer Einführung 2014 schon so manchen glücklichen Gewinner oder Gewinnerin hervorgebracht.

  • Am Dienstag staubte ein Brite oder eine Britin den Jackpot von 226 Millionen Franken ab. 

  • Damit reiht er sich auf dem fünften Platz der Liste der höchsten Gewinne ein.  

Ein Mann aus Grossbritannien hat am Dienstag bei Euromillions umgerechnet 226 Millionen Schweizer Franken gewonnen. Genaueres ist zum Glückspilz bislang nicht bekannt. Doch er reiht sich mit dem Jackpot auf dem fünften Platz der Liste der grössten Gewinne ein, seit das  länderübergreifende Lottosystem 2004 gegründet wurde.

Über drei Millionen Menschen haben schon Preise bei den Euromillionen gewonnen. Nur die wenigsten schaffen es in Sphären vorzudringen, wie der aktuelle Gewinner. Ein paar Glückliche hat es allerdings auch hierzulande schon gegeben – auch in der Schweiz. Meist bleibt vieles über die Gewinner im Dunklen. Die meisten ziehen es vor, anonym zu bleiben. Doch es gibt auch Geschichten von Saus und Braus mit einem unschönen Ende. 

Hier eine Auswahl der grössten Gewinne:

Oktober 2021 – 235 Millionen Franken

Es ist der bislang grösste Gewinn der Geschichte: Eine Frau gewinnt im vergangenen Oktober 235 Millionen Franken. Pikant: Die Gewinnerin lebt nicht auf dem europäischen Kontinent, sondern knapp 16’000 Kilometer entfernt im französischen Überseegebiet Tahiti. Ebenfalls interessant: Sie hatte die richtigen Zahlen durch ein Zufallsgenerator ausgewählt.

Februar 2021 – 228 Millionen Franken

Der zweithöchste Preis der Euromillions-Geschichte ging im vergangenen Jahr in die Schweiz. Bis heute ist allerdings nicht bekannt, wer der oder die glückliche Gewinnerin war. Öffentlich wurde nur, dass die Person den Schein online und in der Deutschschweiz gekauft hatte. Und auch der Steuersatz wurde bekannt: 79 Millionen gingen an den Staat.

Oktober 2014 – 229 Millionen Franken

Auch in den Jahren 2017, 2019 und 2020 gewannen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Spanien, Grossbritannien und Frankreich jeweils über 190 Millionen Euro. Aufgrund des Wechselkurses  in Schweizer Franken landet allerdings der geknackte Jackpot im Jahr 2014 auf dem dritten Platz der Bestenliste. Der oder die Gewinnerin zog es vor, anonym zu bleiben. Bekannt wurde nur, dass der neue Rekordgewinn in den äussersten Westen Europas ging: nach Portugal. 

August 2012 – 228 Millionen Franken

Das britische Paar Adrian und Gillian Bayford schlug mit den Zahlen 11,17,21,48,50 zu. Es war der bis dahin höchste je ausbezahlte Preis – und zwar mit Abstand. Denn zuvor war es gemäss der offiziellen Euromillions-Website zu 14 Ziehungen ohne einen Gewinner gekommen. Die Bayfords, die aus einfachen Verhältnissen stammten, kosteten ihren neu gewonnen Reichtum mit Helikopterflügen und Luxusautos voll aus. Doch schon bald setzte auch die Ernüchterung ein. Nur 15 Monaten nach dem Lottogewinn liess sich das Ehepaar scheiden.  

Neben den fünf grössten Gewinnen bislang gibt es noch einige weitere interessante Geschichten rund um Lottoziehung:

Juli 2011 – 213 Millionen Franken

Genau wie ihre beiden Landsleute ein Jahr später, stammte auch das Paar Chris und Colln Weir aus Grossbritannien und gaben ihre Identität preis. Die Schotten profitierten vom hohen Euro-Pfund-Wechselkurs und schafften es damals sogar auf Rang 430 der reichsten Britinnen und Briten. Ihren Gewinn legten sie vor allem in gemeinnützigen Projekten an.  

Oktober 2018 – 184 Millionen Franken

Bereits vor dem Supergewinn aus dem letzten Jahr schaffte es eine Schweizerin, den Jackpot zu knacken. Es handelte sich um eine Serviceangestellte aus dem Kanton Aargau. Die Geschichte hat allerdings ein trauriges Ende. Zuerst starb die Frau mit nur 50 Jahren nur wenige Jahre nach ihrem Gewinn im September 2021. Ein halbes Jahr später verstirbt auch ihr neun Jahre älterer Witwer.

Oktober 2019 – 206 Millionen Franken

Es ist einer der aussergewöhnlichsten Jackpots in der Geschichte der Euromillions, denn er zog sich über eine Rekordzahl an Ziehungen: Ganze 21 Mal griffen die Verantwortlichen in die Trommel, ohne eine Gewinnerin oder einen Gewinner zu küren. Das 22. Mal brachte dann endlich einen Namen hervor, der allerdings anonym blieb. Der Preis ging nach Grossbritannien.

So funktionieren die Euromillions

Das System wird von neun europäischen Staaten gemeinsam durchgeführt (Belgien, Schweiz, Luxemburg, Österreich, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich). Jede Woche wird zwei Mal gezogen: Jeweils am Dienstag und am Freitag. Zudem gibt es in den einzelnen Staaten Sonderziehungen. Um den Jackpot zu knacken, muss man fünf richtige Zahlen (1 bis 50) angeben sowie zwei Sterne (1 bis 12). Den Gewinn muss man in unterschiedlichen Zeiträumen einlösen. In Österreich kann man sich bis zu drei Jahre zeit lassen, in Frankreich und Luxemburg bleiben einem gerade einmal 60 Tage.  Seit 2021 liegt die Jackpot-Obergrenze bei 230 Millionen Euro. Insgesamt haben seit der Einführung über drei Millionen Personen Preise abgestaubt. Gewinner gab es bislang aus allen teilnehmenden Staaten.

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