Aktualisiert 30.03.2013 17:02

Lutry VD

Mega-Karambolage auf der A9 – 50 Autos involviert

Bei einer Massenkarambolage auf der A9 bei Lutry VD sind 50 Autos ineinander geprallt. Elf Personen wurden verletzt, Schwerverletzte gab es nicht. Im Stau blieb auch der Car des FC Servette stecken.

von
aeg

Zwischen Lutry und Chexbres in Richtung Wallis hat sich am Samstagmittag eine Massenkarambolage der grösseren Sorte ereignet. Laut 20 Minutes Online sind rund 50 Autos ineinander geprallt. Elf Menschen sind leicht verletzt worden. Sie mussten ins Spital gebracht werden. Weitere 100 Menschen kamen mit dem Schrecken davon.

Der Unfall ereignete sich um 12.35 Uhr bei dichtem Nebel kurz vor dem Tunnel Chexbres VD in Fahrtrichtung Wallis. Die Polizei geht davon aus, dass die Fahrer ihre Geschwindigkeit und ihre Abstände nicht den Sichtverhältnissen angepasst haben.

Die Verletzten wurden mit Ambulanzen ins Spital von Montreux und ins Universitätsspital CHUV in Lausanne gebracht. Die Unverletzten wurden zur Befragung per Bus zur Polizeizentrale nach Lausanne gefahren. Dort wurden sie von Medizinern untersucht und von Psychologen betreut. Insgesamt wurden 46 Autos beschädigt. Sämtliche Autos wurden abgeschleppt und werden nun von Spezialisten untersucht.

Der Unfall ereignete sich bei dichtem Nebel um 11.35 Uhr zwischen Belmont und Chexbres VD kurz vor dem Tunnel Chexbres in Fahrtrichtung Wallis. Die Polizei geht davon aus, dass die Fahrer ihre Geschwindigkeit und ihre Abstände nicht den Sichtverhältnissen angepasst hatten, wie Polizeisprecher Sauterel sagte.

Wegen des Unfalls standen über 100 Retter im Einsatz - Notärzte und Ambulanzfahrer, Polizisten, Psychologen, Feuerwehrleute oder Mitarbeiter von Abschleppdiensten. Wegen des Schmuddelwetters kamen keine Helikopter zum Einsatz.

«Dahinter geht es 200 Meter in die Tiefe»

«Ich bin sehr überrascht, dass es keine ernsthaft Verletzten gab», sagt eine Leserreporterin, die kurz nach dem Crash an der Unfallstelle ankam. «Als ich aus dem Wagen stieg, um erste Hilfe zu leisten, kam ich nicht weiter nach vorne. Alles war durch die herumstehenden Autos blockiert.»

«Einer der Fahrer hatte wirklich Glück: Sein Auto kam auf einem anderen Auto zu stehen – 1,5 Meter ab Boden – gleich dahinter geht es 200 Meter in die Tiefe», so die Zeugin. Laut ihr seien mindestens 30 Autos komplett zerstört worden.

Spieler des FC Servette blockiert

Hinter dem Unfall bildete sich ein langer Stau. Darin stecken blieben auch die Spieler des FC Servette aus Genf, die mit ihrem Car gerade unterwegs zu einem Fussballspiel beim FC Sitten im Wallis waren.

Der Mediensprechers des FC Servette, Didier Rieder, bestätigte am Samstag eine entsprechende Meldung der Zeitung «Tribune de Genéve». Nach seinen Angaben stand der Bus der Fussballer rund drei Stunden im Stau.

Schliesslich wurde der Bus von der Polizei zur nächsten Ausfahrt eskortiert und konnte seine Fahrt nach Sitten fortsetzen. Die Spieler erreichten das Fussballstadion in Sitten gerade noch rechtzeitig zu Beginn des Spiels.

Seit 16 Uhr ist die Strasse wieder frei

Die Autobahn A9 blieb zwischen Lausanne-Vennes und Chexbres in Richtung Wallis stundenlang gesperrt. Kurz vor 16 Uhr hob die Polizei die Sperrung wieder auf.

2008 waren bei einer Massenkarambolage auf derselben Strecke bei Lutry VD ein Mensch gestorben und 55 weitere verletzt worden. Damals krachten 85 Fahrzeuge ineinander. Der Sachschaden betrug damals 4 Millionen Franken.

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