Megafusion auf französischem Energiemarkt
Aktualisiert

Megafusion auf französischem Energiemarkt

Die beiden Versorgungsunternehmen Gas de France (GDF) und Suez wollen sich zusammenschliessen.

Damit wird ein mögliches feindliches Übernahmegebot des italienischen Energieriesen Enel für Suez abgewehrt. Der italienische Industrieminister Claudio Scajola sagte nach Bekanntwerden des Deals ein für Montag in Paris geplantes Treffen mit seinem französischen Kollegen François Loos ab.

GDF und Suez führten bereits seit mehreren Monaten Gespräche über die Zusammenlegung ihrer sich gegenseitig ergänzenden Geschäftsfelder in der Energieproduktion, sagte Villepin. Durch den Zusammenschluss werde ein zweiter wichtiger Anbieter auf dem französischen Energiemarkt neben der Electricité de France (EDF) entstehen. Villepin trat gemeinsam mit Suez-Präsident Gerard Mestrallet und GDF-Chef Jean-François Cirelli vor die Presse. Suez ist ein Privatunternehmen, GDF hingegen im Staatsbesitz.

Enel hatte am Mittwoch Interesse an einem Kauf von Suez bekundet. Belegschaftsvertreter erklärten daraufhin, sie lehnten eine feindliche Übernahme ab, seien hingegen offen für eine Fusion mit GDF. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi sagte am Freitag, er habe die französische Regierung aufgefordert, sich in einem möglichen Übernahmekampf neutral zu verhalten. Über den Grund von Scajolas Absage wurden zunächst keine Angaben gemacht, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA meldete. (dapd)

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