Günstiger Wohnraum: Meggen will Mieten vorschreiben
Aktualisiert

Günstiger WohnraumMeggen will Mieten vorschreiben

Der Megger Gemeinderat will künftig die Höhe der Mieten für Wohnungen teilweise beschränken. Dafür hagelt es massive Kritik vom Hauseigentümerverband.

von
Markus Fehlmann
Meggen will in Zukunft mehr günstige Wohnungen schaffen.

Meggen will in Zukunft mehr günstige Wohnungen schaffen.

Meggen will mehr günstige Wohnungen schaffen. Deshalb will der Gemeinderat Hauseigentümer in Neubausiedlungen vertraglich zu bestimmten Mietzinsen beziehungsweise Preisen für Stockwerkeigentum verpflichten. Konkretes Beispiel: Eine neue 4 1/2-Zimmerwohnung soll pro Monat höchstens 2500 Franken Miete (exkl. Nebenkosten) kosten. «Wir wollen so erreichen, dass in Zukunft insbesondere für junge Familien erschwingliche Wohnungen zur Verfügung stehen», sagt Gemeindeammann Arthur Bühler. Die Auflagen sollen für rund ein Drittel der neuen Wohnungen gelten. Die Gemeinde hat sich bereits mit den Grundstückseigentümern geeinigt, das Volk stimmt am 13. Juni über die entsprechende Totalrevision der Ortsplanung ab.

Beim Hauseigentümerverband Schweiz stösst dieses Vorgehen auf absolutes Unverständnis. «Das ist die Wiederbelebung der kommunistischen Planwirtschaft», wettert Direktor Ansgar Gmür. Für günstigen Wohnraum gebe es seit Jahrzehnten Wohnbaugenossenschaften. Er hält das Megger Vorgehen für ein falsches Signal. «Das darf auf keinen Fall Schule machen.» Mietzinsen würden aufgrund der Baukosten festgelegt und nicht einfach erfunden. Zufrieden ist dagegen der Deutschschweizer Mieterverband: «Dieses Vorgehen ist ein Schritt in die richtige Richtung», sagt der stellvertretende Geschäftsleiter Michael Töngi.

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