Zwei Stürmer, zwei Ziele: Mehmedi und Ronaldo auf Tor-Mission
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Zwei Stürmer, zwei ZieleMehmedi und Ronaldo auf Tor-Mission

Cristiano Ronaldo jagt heute die 100-Tore-Marke. Admir Mehmedi will seinen sechsten CL-Treffer. Auch seine Mission ist von Bedeutung.

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Die erfolgreichsten Schweizer CL-Torschützen11. Platz: Fabian FreiClub: FC BaselSpiele: 23Tore: 4

Die erfolgreichsten Schweizer CL-Torschützen11. Platz: Fabian FreiClub: FC BaselSpiele: 23Tore: 4

Keystone/Salvatore di Nolfi
10. Platz: Marco StrellerClub: FC BaselSpiele: 27Tore: 4

10. Platz: Marco StrellerClub: FC BaselSpiele: 27Tore: 4

Keystone/Patrick Straub
9. Platz: Admir MehmediClub: Bayer LeverkusenSpiele: 11Tore: 5

9. Platz: Admir MehmediClub: Bayer LeverkusenSpiele: 11Tore: 5

AFP/Patrik Stollarz

Im Gegensatz zur Rekordmarke, die Cristiano Ronaldo heute jagt – die 100-Tore-Marke in allen europäischen Wettbewerben (98 hat er bereits, davon 95 in der Champions League) –, erscheint Admir Mehmedis Mission um einiges bescheidener. Der Stürmer von Bayern Leverkusen strebt heute gegen Tottenham (ab 20.45 Uhr im Liveticker) sein sechstes Tor in der Königsklasse an. Im Europacup-Vergleich mit dem Real-Star kommt Mehmedi besser weg: Europaübergreifend steht Mehmedi bei zehn Treffern (inkl. CL-Quali, EL).

Damit würde sich Mehmedi, der derzeit beste aktive Schweizer Champions-League-Torschütze, auf Rang acht in der ewigen Bestenliste hieven. Mit Fabain Frei (4 Treffer), Xherdan Shaqiri und Gökhan Inler (beide 3) figurieren lediglich drei aktive Schweizer in den Top 20. Viel fehlt Mehmedi nicht bis aufs Podium und damit zu den Schweizer Sturm-Legenden Stéphane Chapuisat (7) und Alex Frei (8). Mehr als ein Tor in einem Pflichtspiel? Etwas, das Mehmedi zuletzt Ende Oktober 2014 für Freiburg im Cup gegen 1860 München gelang, als er einen lupenreinen Hattrick erzielte.

Elf Tore sind die Bestmarke

Der Schweizer Rekordtorschütze in der Königsklasse – früher Europapokal der Landesmeister – ist Mehmedi bestens bekannt: Claudio Sulser, seit Ende April diesen Jahres Delegierter der Schweizer Nationalmannschaft. Der 61-jährige Tessiner hatte für die Zürcher Grasshoppers in zehn Spielen elfmal getroffen – und das in einer Spielzeit.

Vergangenen Herbst gingen Mehmedis CL-Sterne auf. Die Rekordquote von fünf Treffern in fünf Spielen verpasste er jedoch knapp. Der Stürmer traf in vier der fünf Gruppenspiele, in denen er zum Einsatz kam. Beim Heimspiel gegen den FC Barcelona (1:1) blieb er ohne Treffer. Seine Ausbeute in der laufenden Kampagne kann sich ebenfalls sehen lassen. Im ersten Spiel gegen ZSKA Moskau traf er, gegen Monaco reichte es während des Kurzeinsatzes über 17 Minuten immerhin zu einem Assist.

Alles oder nichts gegen die Spurs

Mehmedi war bereits für seine früheren Clubs, den FC Zürich und Dynamo Kiew, in der Königsklasse aufgelaufen. Mit dem Toreschiessen klappt es aber erst seit seinem Wechsel 2015 zu Bayer Leverkusen. Gegen Tottenham sind seine Tore gefragter denn je. Nach den beiden Unentschieden zum Auftakt ist Leverkusen am dritten Spieltag gefordert. «Es geht um alles», sagte Bayers Captain Lars Bender vor dem Duell mit Tottenham Hotspur. Dass Mehmedi der Mann für die wichtigen Tore ist, hat der 25-Jährige dieses Jahr schon mehrfach in der Nationalmannschaft bewiesen. Mit vier Toren ist er der erfolgreichste Torschütze 2016.

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