Aktualisiert 12.10.2015 06:57

Flüchtlinge

Mehr Afghanen und Syrer kommen in die Schweiz

Der Bund rechnet mit 30'000 Flüchtlingen, die dieses Jahr in die Schweiz kommen werden. Ein Anstieg wurde bei Afghanen und Syrern verzeichnet.

von
num
Die Zahl der Asylgesuche von Afghanen und Syrern hat zugenommen.

Die Zahl der Asylgesuche von Afghanen und Syrern hat zugenommen.

Ein grosser Flüchtlingsstrom wälzt sich nach Europa und die Schweiz. Woher die Menschen kommen und wie viele Zuflucht suchen, legte diese Woche Staatssekretär Mario Gattiker den Mitgliedern der Geschäftsprüfungskommission dar, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Dabei gab er die aktuelle Lageeinschätzung der Behörden und die neusten Daten bekannt. So wurde für die Schweiz die bisherige Prognose von 29'000 Anträgen nach oben korrigiert, auf über 30'000.

Im September beantragten gemäss der Zeitung 4544 Menschen in der Schweiz Asyl, davon stammen 913 aus Syrien – mehr als eine Verdopplung gegenüber dem August. Im Juli waren es erst 242 Anträge gewesen.

Gesuche von Eritreern rückläufig

Neben den Syrern fallen die Zahlen der afghanischen Asylsuchenden auf: Im August waren es noch 461 Gesuche, im September bereits 658 – ein neuer Höchststand. Dies sei auf das Wiedererstarken der Taliban zurückzuführen, schreibt die «SonntagsZeitung».

Immer noch am meisten Asylsuchende stammen aus Eritrea. Allerdings ist diese Zahl rückläufig: Im September waren es 1387 Personen, im Juni noch 2199.

Europaweit rechnet Bern dieses Jahr mit 1,1 Millionen Asylanträgen. Letztes Jahr waren es 625'000, im Jahr 2013 noch 444'000 Gesuche. Im europäischen Vergleich rangiert die Schweiz an siebter Stelle. Deutschland belegt Platz eins, gefolgt von Ungarn und Schweden.

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