Stamm zum Kokain-Kauf: «Mehr als 100 Fr Strafe wirds kaum geben»
Publiziert

Stamm zum Kokain-Kauf«Mehr als 100 Fr Strafe wirds kaum geben»

Luzi Stamm sagt, er habe mit dem Kauf von Kokain ein Exempel statuieren wollen. Selbst wenn es eine Geldstrafe von 100 Franken gebe, habe es sich gelohnt.

von
daw/mm

SVP-Nationalrat Luzi Stamm durchlebte eine abenteuerliche Nacht. (Video: 20 Minuten)

Im Video-Interview erklärt der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm, dass er am Mittwochabend in der Berner Altstadt stundenlang mit dem Dealer gefeilscht habe. Dann sei er mit ihm ins Geschäft gekommen und habe ihm ein Gramm Kokain abgekauft. Er habe in seinem Leben aber noch nie Kokain konsumiert.

Mit der Aktion habe er ein Zeichen gegen den Drogenhandel setzen wollen, da die Behörden nicht durchgreifen würden. «Würde man mehr Lockvögel einsetzen, wären die Missstände sofort weg.» Das Exempel sei «leicht strafbar» und möglicherweise kostspielig. Angst mache es ihm aber nicht, dass im schlimmsten Fall bis zu drei Jahre Gefängnis drohen könnten: «Das lohnt sich. Mehr als 100 Franken Strafbefehl können sie mir nicht geben, da ich achtenswerte Gründe habe.» Das werde ein Richter sehen.

Reto Nause (CVP), Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, kommentiert die Aktion Stamms nicht. In Bern gebe es aber sicher kein grösseres Drogenproblem als in anderen Schweizer Städten. Auch die SVP-Spitze äusserte sich nicht zum Fall.

Deine Meinung