Bucht von Manila: Mehr als 200 Delfine gerettet
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Bucht von ManilaMehr als 200 Delfine gerettet

Freiwillige haben in der Bucht von Manila mehr als 200 Delfine gerettet. Die Tiere gerieten etwa eineinhalb Kilometer vor dem Strand in seichtes Gewässer und schwammen orientierungslos hin und her.

Möglicherweise habe ein Seebeben ihr Gehör beschädigt, sagte der Leiter der Fischereibehörde, Malcolm Sarmiento. Vielleicht sei die Herde aber auch nur einem kranken Führer gefolgt.

An dem Rettungseinsatz beteiligten sich mehrere hundert Fischer und andere Freiwillige. Sie hievten die Delfine in brusttiefem Wasser mit ihren Händen in Boote und brachten sie aufs offene Meer hinaus. Es sei das erste Mal, dass eine solch grosse Herde in die Bucht von Manila gelangt sei, sagte Sarmiento. Nach Angaben eines Tierarztes in der philippinischen Provinz Bataan wurden etwas weiter nördlich drei Delfine tot am Strand geborgen. Zwei von ihnen hatten ein zerstörtes Trommelfell.

Bei der Art handelt es sich um den Breitschnabeldelfin ( Peponocephala electra), der vor allem in den Tropen lebt. Weil sich der einzige Vertreter dieser Gattung bevorzugt in tiefen Meeresregionen aufhält, wird er nur selten gesehen. Breitschnabeldelfine sind als gefährdete Art eingestuft. (dapd)

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