Aktualisiert 06.04.2010 07:43

Rekordumsatz

Mehr als 300 000 iPads verkauft

Apples Tablet-PC hat einen fulminanten Verkaufsstart hingelegt. Alleine am ersten Tag gingen über 300 000 Geräte über die Theke.

Vor den Filialen des Herstellers Apple und der Elektronik-Kette Best Buy bildeten sich am Samstag lange Warteschlangen. Einige Fans waren sogar extra aus Europa angereist, weil dort der neue Apple-Computer erst Ende des Monats in die Läden kommt.

Apple teilte am Montag mit, dass am Samstag in den USA mehr als 300 000 iPads verkauft worden seien. Mit enthalten ist die Zahl der online vorbestellten und mit einer Spedition ausgelieferten Pakete. Der Apple-Store für iPad-Anwendungen registrierte mehr als eine Million Downloads, ausserdem wurden nach Angaben des Unternehmens mehr als 250 000 E-Books gekauft.

In den USA kostet das neue Gerät 499 Dollar; umgerechnet sind das etwa 350 Euro. Der Preis für den Verkaufsstart in Europa ist noch nicht bekannt. Bislang ist nur das iPad mit WLAN-Verbindung zu haben. In einigen Wochen sollen auch Geräte mit integriertem Mobilfunkanschluss folgen, die 130 Dollar (96 Euro) mehr kosten.

Auch wenn das iPad wie ein überdimensioniertes iPhone aussieht, ist es nicht zum Telefonieren gedacht. Der Funktionsumfang erstreckt sich von Internet und E-Mail über die Darstellung von Fotos, Videos und E-Books bis zur einfachen Bearbeitung von Dokumenten. Der Nutzen hängt ganz von der Entwicklung der Software fürs iPad ab, wobei das Gerät auch alle Apps für das iPhone unterstützt. Das iPad lässt sich in die Kategorie der Tablet-Computer einordnen, die es von anderen Herstellern bereits seit einigen Jahren gibt - allerdings bislang ohne grossen Erfolg. Andere betrachten hingegen das iPad als Vertreter einer völlig neuen Gerätekategorie.

Apple hofft auf Wiederholung des iPhone-Erfolgs

In den Apple-Stores in Seattle und auf der Fifth Avenue in New York herrschte zum Verkaufsstart eine festliche Atmosphäre. Unter den ersten Käufern tummelten sich vor allem die «Geeks» und «Nerds», also Computerfreaks, die vom Nutzen der neuen Technik besonders überzeugt sind - dabei bezeichnet der «Nerd» den Techie, der so sehr in seiner Welt vertieft ist, dass er Schwierigkeiten mit seinem Sozialleben hat. Apple will allerdings nicht nur die «early adopters» erreichen, sondern hofft wie beim iPod und beim iPhone auf ein neues Massengeschäft. An den ersten Verkaufstagen gab es zumindest in den Apple-Läden keine Lieferengpässe.

Zu den Erstkäufern in New York gehörte Siggi M. aus der Nähe von Frankfurt am Main, der für 20 Stunden in die USA flog, um sich ein iPad zu kaufen. Er sehe den Vorteil des neuen Computers vor allem darin, schnell Notizen aufzuzeichnen, erklärte er. In San Francisco sagte der Tattoo-Künstler Max Ackermann, er sei überzeugt, dass das iPad «einen riesigen Wandel in unserem Verständnis des Computers bedeutet». (dapd)

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