Sri Lanka: Mehr als 90 Tote durch Unwetter und Erdrutsche
Aktualisiert

Sri LankaMehr als 90 Tote durch Unwetter und Erdrutsche

Sintflutartiger Regen hat auf Sri Lanka mehrere Menschen Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst. Über 100 Personen werden noch vermisst.

von
nag

Unwetter in Sri Lanka: 100 Menschen werden noch immer vermisst. (Video: Tamedia/AFP)

Mindestens 91 Menschen sind auf Sri Lanka durch Erdrutsche und Überschwemmungen ums Leben gekommen. 110 weitere Personen wurden noch vermisst, wie die Katastrophenschutzbehörde heute mitteilte. Innenminister Vajira Abeywardena warnte, dass das Wetter über das Wochenende noch schlechter werden könnte.

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Sintflutartige Monsun-Regenfälle lösten auf Sri Lanka Erdrutsche und Überschwemmungen aus. (26. Mai 2017)

Sintflutartige Monsun-Regenfälle lösten auf Sri Lanka Erdrutsche und Überschwemmungen aus. (26. Mai 2017)

AFP/Ishara S. Kodikara
Lawinen aus rotem Schlamm gingen auf Dörfer und Strassen nieder: Rettungskräfte im Einsatz.

Lawinen aus rotem Schlamm gingen auf Dörfer und Strassen nieder: Rettungskräfte im Einsatz.

Keystone/Eranga Jayawardena
Bewohner bringen sich in Sicherheit.

Bewohner bringen sich in Sicherheit.

Keystone/Eranga Jayawardena

Heftiger Regen hatte seit Donnerstag in mehreren Landesteilen Flüsse über die Ufer treten lassen und das Erdreich aufgeweicht. Lawinen aus rotem Schlamm gingen auf Dörfer und Strassen nieder. Zehntausende Menschen hätten ihre Häuser verlassen müssen, hiess es vom Katastrophenschutz. In der Provinz Sabaragamuwa östlich von Colombo waren auch die Schulen geschlossen. Bewohner aus anderen gefährdeten Regionen wurden ebenfalls aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Feriensperre verhängt

Innenminister Abeywardena sagte, Einsatzhelfer und die zuständigen Regierungsmitarbeiter hätten eine Feriensperre bekommen. Sie müssten sich bis zum Montag in Bereitschaft halten, sagte er. Boote der Marine und Helikopter der Luftwaffe waren im Einsatz, um gestrandete Flutopfer zu retten und ihnen Hilfe zu bringen. Das Aussenministerium teilte mit, dass auch die Vereinten Nationen und andere Staaten um Unterstützung gebeten worden seien.

Während des Monsuns kommt es in Sri Lanka häufig zu Erdrutschen. Weite Teile der Insel wurden für wichtige Exportprodukte wie Tee und Gummi abgeholzt, wodurch viele Hänge ungeschützt dem Regen ausgeliefert sind. Im vergangenen Mai hatte ein Erdrutsch mehr als 100 Menschen unter sich begraben.

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