Aktualisiert 11.08.2009 13:13

DemonstrantenMehr als doppelt so viele verhaftet

Im Iran sind im Zusammenhang mit den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad nach offiziellen Angaben noch immer 300 Menschen in Haft. Insgesamt seien 4000 festgenommen worden. Bisher war stets von 2000 Verhafteten die Rede.

Die meisten «sehr schnell» wieder entlassen worden, sagte Justizsprecher Aliresa Dschamschidi am Dienstag vor den Medien. Die an Ausschreitungen beteiligten Demonstranten seien jedoch noch immer im Gefängnis. Bislang hatten die Behörden die Gesamtzahl der Festgenommenen stets mit 2000 angegeben.

Die schwedische Regierung, die derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, berief den iranischen Botschafter ein, um gegen die Massenprozesse gegen inhaftierte Demonstranten zu protestieren.

Schweden zieht die Schraube an

Bei dem Gespräch am Montag habe Schweden zudem mit weiteren Schritten gedroht, falls die Französin Clotilde Reiss sowie iranische Angestellte der britischen und französischen Botschaft nicht unverzüglich freigelassen würden, sagte Aussenminister Carl Bildt am Dienstag dem schwedischen Radio.

Massnahmen gegen Teheran würden mit den anderen EU-Staaten abgestimmt, fügte Bild hinzu. Er machte keine Angaben zur Art der möglichen Schritte gegen Teheran. Im Iran stehen mehr als 100 Teilnehmer der Proteste gegen die Präsidentschaftswahl vor Gericht. (sda)

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