Studie: Mehr als zwei Stunden TV sind ein Problem
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StudieMehr als zwei Stunden TV sind ein Problem

Kleine Kinder, die täglich mehr als zwei Stunden Fernsehen, sind später dicker und haben mehr Probleme in der Schule. Dies zeigt eine kanadische Studie.

«Die frühe Kindheit ist eine entscheidende Zeit für die Entwicklung des Gehirns und für die Verhaltensbildung», sagt die Studienverantwortliche Linda Pagani von der Universität Montreal gegenüber dem ­US-Fachmagazin «Archives of Pediatric & Adolescent Medicine». Pagani und ihre Kollegen untersuchten den Werdegang von 1314 Kindern, die an der Québecer Langzeit­untersuchung teilnahmen. Dazu ­liessen sie die Eltern über den ­TV-Konsum ihrer Kleinen im Alter von zweieinhalb bis viereinhalb Jahren Tagebuch führen.

Jahre später baten die Forscher die Lehrer ihrer inzwischen zehnjährigen Probanden um einen ausführlichen Bericht über deren Verhalten und die Leistungen in der Schule. Das Resultat: Schüler, die als ­kleine Kinder mehr als zwei Stunden am Tag TV geschaut hatten, meldeten sich 7 Prozent weniger in der Klasse und hinkten in Mathematik hinterher. Zudem hatten sie mehr Probleme mit Klassenkameraden und wurden häufiger gehänselt. Darüber hinaus waren sie am Wochenende 13 Prozent weniger aktiv und machten viel weniger Sport. Sie naschten 10 Prozent mehr zwischen den Mahlzeiten. Die Folge: Sie wogen 5 Prozent mehr als ihre Alters­genossen.

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